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Zweite Bundesliga : Lob für Trainer Grammozis in Darmstadt

  • -Aktualisiert am

Die „Lilien“ sind mit der Arbeit von Trainer Dimitrios Grammozis zufrieden. Bild: dpa

Der Vertrag von Dimitrios Grammozis läuft bald aus. Ihn ohne verlängertes Arbeitspapier in die Rückrunde zu schicken käme einem schwelenden Misstrauensvotum gleich. Dabei ist man bei Darmstadt 98 mit Grammozis sehr zufrieden.

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          Dimitrios Grammozis besitzt einen nur noch bis Ende Juni gültigen Vertrag beim SV Darmstadt 98. Es steht zu erwarten, dass die „Lilien“ ihren Cheftrainer so nicht in das neue Fußballjahr schicken werden. Ohne frischverlängertes Arbeitspapier käme es einem schwelenden Misstrauensvotum gleich und wäre kontraproduktiv für Grammozis’ Bemühen, den SV Darmstadt 98 spielerisch voranzubringen sowie in der Zweiten Fußball-Bundesliga zu halten. Zwar hat Grammozis während des am Mittwoch zu Ende gegangenen Trainingslagers in Andalusien beteuert, dass in dieser Angelegenheit „kein Druck auf dem Kessel“ sei.

          2. Bundesliga

          Doch dem Vernehmen nach sind ein paar spanische Nächte in Sotogrande genutzt worden, um die Details der weiteren Zusammenarbeit auszuarbeiten. Präsident Rüdiger Fritsch und weitere Präsidiumsmitglieder waren ein paar Tage zu Besuch. „Wir sind grundsätzlich mit der Arbeit des Trainers zufrieden. Er ist ein akribischer Arbeiter, und menschlich passt es super“, sagt Sportdirektor Carsten Wehlmann. Die Darmstädter nehmen den Punktspielbetrieb am kommenden Mittwoch (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga und bei Sky) bei Holstein Kiel wieder auf.

          Neben der Trainer-Personalie sind für die Darmstädter aktuell und auf Sicht angesichts von 13 im Sommer auslaufenden Spielerverträgen weitere Personalentscheidungen zu fällen. Über die Leihe von Innenverteidiger Nicolai Rapp (Union Berlin) hinaus sehen sich die zwei Punkte vor der Abstiegszone rangierenden Südhessen auf dem Transfermarkt nicht unter Zugzwang. Ein gutes Zeichen im Vergleich zu den vorherigen Wintertransferfenstern, bei denen beim SVD jeweils hektische Betriebsamkeit ausgebrochen war, was für Unzufriedenheit mit dem und Unwuchten im bestehenden Aufgebot sprach.

          Der Fokus liegt aktuell eher darauf, den Kader noch zu verkleinern. Nach Spanien sind die „Lilien“ mit einem für sie ungewohnt großen Aufgebot von 31 Spielern aufgebrochen. Eine Zahl, die sich angesichts von vier Torhütern und drei mitgereisten A-Junioren wieder etwas relativiert. „Eingespieltheit und Kontinuität sind uns wichtig“, sagt Wehlmann und verweist auf das Beispiel Arminia Bielefeld, dessen seit Jahren wenig veränderte Mannschaft nun das Zweitligatableau anführt. Streichkandidaten gibt es dennoch bei den „Lilien“. „Wir haben Spieler, die wenig Einsatzzeiten hatten und die wissen, dass in der Rückrunde nicht unbedingt mehr dazukommen werden“, sagt Wehlmann.

          Einer davon dürfte Offensivspieler Johannes Wurtz sein, der seit anderthalb Jahren in Südhessen sportlich kein Bein auf den Boden bekommt. Für den Nachwuchsmann Leon Müller suchen die „Lilien“ einen Adressaten, der den Rotschopf leihweise aufnehmen und ihm Spielpraxis verschaffen würde. Dem Vernehmen nach ist die Unzufriedenheit der „Lilien“ mit Ognjen Ozegovic so groß, dass sie dem erst im Sommer verpflichteten Serben eine Fortsetzung seiner Wanderschaft durch diverse Ligen empfohlen haben.

          Der Angreifer ist über wenige Kurzeinsätze nicht hinausgekommen, laborierte an Verletzungen und hat den Anforderungen an Zweitligafußball und der Spielweise des SVD nie so recht genügt. Weil Ozegovic aber in der aktuellen Runde 2019/20 auch schon für Partizan Belgrad im Einsatz war, bleibt ihm den Regeln nach in diesem Winter nur ein Wechsel in eine Liga, deren Saisonstart noch bevorsteht.

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