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Fußball und die Corona-Krise : Kickers Offenbach finanziell vorerst stabil

  • -Aktualisiert am

Gedanken über Geld: Die Corona-Krise trifft auch den OFC. Bild: Marcus Kaufhold

Ein Saisonabbruch in Deutschlands vierthöchster Fußball-Spielklasse würde bei den Kickers Offenbach nicht unmittelbar zu einer Insolvenz führen. Präsident Joachim Wagner äußert dennoch Bedenken.

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          Würde der Spielbetrieb in der Fußball-Regionalliga Südwest aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig für beendet erklärt werden, drohe den Offenbacher Kickers „keine Insolvenz“, sagte Joachim Wagner am Donnerstag. Auf die Liquidität des Viertliga-Klubs angesprochen, teilte der Vereinspräsident mit, dass die Kickers „nicht in drei bis vier Wochen zum Amtsgericht gehen und einen Insolvenzantrag stellen“ müssten. Beim OFC sei mit der „Kickers Freunde GmbH & Co. KG“ und dem „Bündnis Kickers GmbH“ „zum Glück das strategische Partnerschaftsmodell jetzt auch umgesetzt“ worden.

          Wie lange die Kickers ohne Zuschauereinnahmen – der Spielbetrieb ruht seit dem 14. März – existieren könnten, darauf wollte sich Wagner nicht festlegen. „Wir können existieren. Es macht wenig Sinn, über zwei, sechs oder zwölf Monate zu sprechen. Ich will keine Wasseruhr rückwärts laufen lassen, bis wir untergehen. Das ist nicht unser Anspruch“, betonte er. „Als Offizielle versuchen wir alles dafür zu tun, dass es hier weitergeht.“

          Wagner, im Hauptberuf Unternehmer, wünscht sich, „dass alle Regionalligavereine überleben“. Ohne Zuschauer- und Sponsoringerlöse, die die Haupteinnahmequelle der Regionalliga-Klubs seien, oder ohne „Ausgleichszahlungen“ von anderer Stelle befürchtet er jedoch ein „Massensterben“ der Vereine in der vierten Spielklasse. Die aktuelle Situation beschleunige „massiv die Probleme“, die die Vereine in der Regionalliga sowieso schon hätten, sagte Wagner. Die Regionalliga Südwest GbR sei zwar „bemüht. Sie hat aber wirtschaftlich nicht die Möglichkeiten eines Dachverbands wie des DFB, der nicht in der Lage ist, uns zu unterstützen“.

          Das Offenbacher Vereinsoberhaupt erwartet nun von der Regionalliga Südwest, dass „dort die diversen Interessen der Vereine gebündelt werden. Der Verband muss die Führung übernehmen“, fordert Wagner. Kurzarbeit für ihre Spieler haben die Kickers noch nicht beantragt. „Wir beschäftigen uns aber mit dem Thema“, sagte Wagner.

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