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Corona-Krise in Hessen : Welcher Sport öffnet wann und wie?

  • Aktualisiert am

Bald rollt und fliegt der Ball wieder, aber nur mit strengen Corona-Regeln. Bild: Picture-Alliance

Deutschland erlebt in der Corona-Krise Lockerungen. Das betrifft auch den Sport. Nach der Pause geht es nun weiter – aber mit Einschränkungen. Ein Überblick der Lage in Hessen in den wichtigsten Sportarten.

          4 Min.

          • Fußball

          Ein kleines Stückchen Normalität kehrt auch im Fußball zurück, der von diesem Samstag an auch bei den Amateuren wieder mit eingeschränktem Training unter Mindestabstand starten darf. Zweikämpfe dürfen wegen des Kontaktverbots nicht geführt werden. Die Bälle sollen zur Minderung des Infektionsrisikos ausschließlich mit dem Fuß bewegt werden – nicht mit dem Kopf oder den Händen. Umkleiden und Vereinsheime bleiben geschlossen. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) schreibt zudem vor, dass am Eingang zu den Anlagen und in den Toiletten die Möglichkeit zur Händedesinfektion geschaffen werden muss.

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          Auch die Torwarthandschuhe sollen während des Trainings mehrfach desinfiziert werden. „Viele Vereine stehen vor großen Herausforderungen. Es gibt auch Klubs, die gesagt haben, dass sie das gar nicht leisten können, weil sie zum Beispiel nicht wissen, wo sie Desinfektionsmittel herbekommen sollen“, sagte Matthias Gast, der Pressesprecher des Verbands, am Freitag. Wie es mit der laufenden Punktrunde weitergeht, bleibt offen. Eine abschließende Entscheidung des Verbandsvorstands werde für den 16. Mai im Rahmen einer Videokonferenz vorbereitet, heißt es von Verbandsseite. dali.

          • Tennis

          Von diesem Samstag an darf auch in Hessen die gelbe Filzkugel wieder über die rote Asche fliegen. Erlaubt sind im Tennis Einzel- und Doppelpartien sowie das Training in Vierergruppen und in der Halle – allerdings nur unter strengen Auflagen: Neben dem obligatorischen Mindestabstand bleiben Umkleiden sowie Dusch- und Gemeinschaftsräume vorerst geschlossen. Gleiches gilt zunächst auch für die an den Anlagen ansässigen Gastronomiebetriebe, die ihre Terrassen erst vom 15. Mai an wieder öffnen dürfen.

          Das Zuschauen ist laut der Vorgaben des Hessischen Tennis-Verbandes (HTV) nicht erlaubt. In jedem Verein soll es gemäß der Richtlinien des HTV einen „Corona-Beauftragten“ geben, der als Ansprechpartner bei Fragen fungiert und sicherstellt, dass alle Vorgaben eingehalten werden. Die Klubs müssen zudem ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen, die Mülleimer täglich leeren und regelmäßig Oberflächen reinigen, die mehrere Menschen anfassen – zum Beispiel die Türgriffe der Toiletten. dali.

          • Golf

          Hessens Golfanlagen können von diesem Samstag an wieder bespielt werden. Der Spielbetrieb wird jedoch Einschränkungen unterworfen sein, die der Deutsche Golf-Verband (DGV) mit den Ordnungsbehörden ausgearbeitet hat und die er „akribisch“ eingehalten wissen will. Auch beim Frankfurter Golfclub ist der Platz zunächst ausschließlich für im Voraus gebuchte Startzeiten geöffnet. Ohne gebuchte Startzeit ist das Spielen auf dem Platz untersagt. Jede Spielerin und jeder Spieler wird darum gebeten, frühestens 15 Minuten vor der gebuchten Startzeit auf der Anlage zu erscheinen. Nach dem Spiel muss die Anlage sofort wieder verlassen werden.

          Gespielt werden kann in 4er Flights. An Tee 1 dürfen zu jeder Zeit maximal fünf Personen stehen – die vier Golfspieler und eventuell ein Starter, der die Startliste kontrolliert. Auf der Runde ist von jedem Spieler immer ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Ein Zusammenstehen von mehr als vier Personen ist auf der gesamten Anlage grundsätzlich nicht zulässig. Golflehrer können mit einem Schüler (beziehungsweise zwei Personen, die in häuslicher Gemeinschaft leben) die Übungsanlage mit Ausnahme des Putting-Grüns nutzen. die.

          • Basketball

          Zur Wiederaufnahme des Basketballsports auch im Amateurbereich und Breitensport sind von mehreren Fachgremien und Experten in Zwischenschritten sechs Stufen empfohlen worden. Stufe eins beinhaltet individuelles Athletiktraining und Lauftraining im Freien. Der nächste Schritt sieht basketballspezifisches Training wie Einzel-, Wurf- und Techniktraining in der Halle vor, aber ohne Körperkontakt. Auf der Stufe drei erfolgt das Training in Kleingruppen, weiterhin jedoch ohne Körperkontakt bei Einhaltung der erforderlichen Abstandsregel von eineinhalb Metern.

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