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Wegen Corona : Fast 70.000 Austritte beim Landessportbund Hessen

  • Aktualisiert am

Leere Sporthalle: Dem hessischen Sport laufen die Mitglieder davon. Bild: Lucas Bäuml

Wegen der Corona-Pandemie verzeichnet der Landessportbund Hessen einen hohen Mitgliederschwund. Die Folgen könnten besonders für Kinder und Jugendliche gravierend sein.

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          Der Landessportbund Hessen verzeichnet wegen der Corona-Krise einen signifikanten Rückgang seiner Mitglieder. Im vergangenen Jahr seien 58 Prozent der insgesamt rund 7600 hessischen Vereine zahlenmäßig um insgesamt 69.000 Mitglieder geschrumpft, teilte der lsb h am Montag mit. Damit sind nur noch 2,066 Millionen Menschen im Landessportbund organisiert – so wenige wie seit 2010 nicht mehr.

          „Das jahrelange Mitgliederwachstum des organisierten Sports in Hessen wurde durch die Corona-Pandemie gestoppt. Angesichts der anhaltenden Einschränkungen befürchten wir, dass sich diese Entwicklung bis Ende 2021 sogar noch verschärfen wird“, sagte lsb h-Präsident Rolf Müller. „Die derzeitige Perspektivlosigkeit zehrt.“

          Besonders besorgniserregend sei, dass fast 63 Prozent aller Mitgliederverluste auf Kinder und Jugendliche entfallen. „Es besteht große Gefahr, dass uns eine ganze Generation verloren geht“, warnten Müller und die Vorsitzende der Sportjugend Hessen, Juliane Kuhlmann.

          Überproportional vom Mitgliederschwund betroffen sind zudem die hessischen Großvereine. Rund 40 Prozent der Rückgänge - das entspricht 27.500 Menschen – entfallen auf die 311 Sportvereine mit mehr als 1000 Mitgliedern. „Hieraus resultieren erhebliche Einnahmeverluste. Im Zusammenspiel mit den weiterlaufenden Betriebskosten für vereinseigene Sportinfrastruktur nehmen wir eine zunehmend kritische Finanzsituation und einen entsprechenden Unterstützungsbedarf für diesen Vereinstyp wahr“, sagte Müller.

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