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Mainzer Aufholjagd : Der nächste Schritt für Svensson

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Der Kampf um den Klassenverbleib ist für den Mainzer Trainer Bo Svensson noch lange nicht geschlagen. Bild: dpa

Der Mainzer Trainer Bo Svensson feilt an der größten Rettungsaktion für seinen Klubs seit langem. In Mönchengladbach soll sein Team das tun, was ihnen in Leverkusen gelang – aber über 90 Minuten.

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          Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und den 21. Spieltag nicht vor dem Saisonende. Und doch hat dieses 2:2 des FSV Mainz 05 bei Bayer Leverkusen am vergangenen Samstag das Zeug, als Meilenstein in die rheinhessische Bundesligageschichte einzugehen. Als Meilenstein auf Bo Svenssons Weg zur größten Mainzer Rettungsaktion seit der Zweitligasaison 1995/96 unter Wolfgang Frank. Frank hatte die Rheinhessen nach neun Spieltagen als Tabellenletzten mit nur vier Punkten übernommen.

          Bundesliga

          Über den Strich kletterten sie erstmals am vorletzten Spieltag wieder, die Runde schlossen sie mit 44 Punkten auf dem elften Rang ab. Svensson stieg im Januar nach dem 14. Spieltag ein, die Mainzer waren Tabellenvorletzter mit sechs Punkten. Der Rückstand zum rettenden Ufer wuchs bis zum Ende der Hinrunde auf zehn Punkte an; selbst vom Relegationsplatz trennten das Team acht Zähler. Das sah nach einer unmöglichen Mission aus.

          Svenssons Anspruch

          Inzwischen keimt Hoffnung auf. Zum Rückrundenauftakt gelang es erstmals in dieser Spielzeit, einen Rückstand in einen Sieg zu verwandeln – bis dahin waren die 05er eher dafür bekannt, trotz gelegentlicher Führungen noch zu verlieren. Dem 3:2 gegen RB Leipzig folgte mit dem 0:2 in Stuttgart zwar ein Rückschlag, der die allgemeine Einschätzung bestätigte, die Mainzer verfügten über das Potential, in der Liga mitzuhalten, aber nicht über die Fähigkeit, es konstant abzurufen.

          Mit dem 1:0 gegen Union Berlin und dem Remis in Leverkusen geriet diese These wieder ins Wanken. Angesichts des Spielverlaufs sprangen in der BayArena eigentlich zwei Punkte zu wenig heraus. Dass die Beteiligten danach dennoch von einem gefühlten Sieg sprachen, der ihnen Rückenwind geben werde, lag an der Dramaturgie mit den späten Treffern von Glatzel und Stöger.

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          Die zweite Halbzeit in Leverkusen legt Svensson als Maßstab für das an, was er sich am Samstag in Mönchengladbach wünscht – über 90 Minuten (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky). „Defensiv wie offensiv müssen wir auch diesmal viele Sachen richtig machen, um eine Chance zu haben.“ Dass die erregten Diskussionen rund um den angekündigten Wechsel von Trainer Marco Rose nach Dortmund die Leistungsfähigkeit der Borussia beeinträchtigen könnten, erwartet der 41-Jährige nicht. „Wie ich Marco kenne, wird er sein Team noch erreichen und heißmachen.“

          „Klar ist es gegen Rosi etwas Besonderes“

          Inwieweit es für ihn etwas Besonderes sei, gegen seinen einstigen Mannschaftskameraden aus Mainzer Zeiten anzutreten, war eine Frage, die der Däne bei der Pressekonferenz nicht so recht beantworten konnte. „Das habe ich noch nicht ausprobiert, so lange läuft meine Trainerkarriere noch nicht“, sagte er. „Klar ist es gegen Rosi etwas Besonderes, aber wenn das Spiel läuft, hat das nicht mehr viel zu sagen.“

          Klar ist auch, dass die 05er in ihren Bemühungen um den Klassenverbleib nicht nachlassen dürfen; das führten die Ergebnisse des 21. Spieltags vor Augen. Trotz ihres Punktgewinns beim Tabellenfünften machten die Mainzer auf die beiden vor ihnen liegenden Konkurrenten keinen Boden gut. Hertha BSC punktete in Stuttgart, Bielefeld sensationellerweise beim FC Bayern. Bo Svensson weiß schon, warum er von einem „langen Weg“ spricht.

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