https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/bundesliga-eintracht-frankfurt-gewinnt-4-0-gegen-rb-leipzig-18281759.html

Frankfurt besiegt Leipzig klar : „So ist in der Champions League vieles möglich“

Mann des Spiels: Frankfurts Randal Kolo Muani Bild: dpa

Eintracht Frankfurt nimmt in der Fußball-Bundesliga Fahrt auf – und wie. Gegen ein schwaches Leipzig schießen sich die Hessen warm für die Champions League. RB-Trainer Domenico Tedesco findet klare Worte.

          4 Min.

          In vier Tagen beginnt für die Eintracht eine neue Zeitrechnung. Erstmals in ihrer Historie darf der Klub an der Champions League teilnehmen. Zum Start wartet ein Heimspiel gegen den portugiesischen Konkurrenten Sporting Lissabon, das nach allgemeinem Dafürhalten gewonnen werden sollte, um nicht früh auf der großen Bühne zusätzlich unter Zugzwang zu geraten.

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Die Gelegenheit, sich für die mit Spannung erwartete Partie mit einem Erfolg weiteres Selbstvertrauen zu verschaffen, hat das Fußballteam von Oliver Glasner eindrucksvoll genutzt. Am Samstag, im offiziellen Highlight-Match des fünften Bundesliga-Spieltags, setzten sich die Frankfurter im eigenen Stadion gegen RB Leipzig 4:0 durch.

          „Hochverdient verloren“

          „Kompliment an die Mannschaft", kommentierte Oliver Glasner den zweiten Ligasieg in Folge. „Es war eine sehr gute Leistung, vor allem defensiv", so Glasner weiter. „Wir waren hellwach. Es ist ein absolut verdienter Sieg. Die Jungs waren sehr diszipliniert, alle machen in der Defensive 100 Prozent mit."

          Auch Torwart Kevin Trapp dachte schon an die Champions-League: „Wir wissen, dass wir sehr viel Qualität in der Mannschaft haben", so der Schlussmann, der jedoch einschränkte: „Wir haben auch gegen Bayern oder Madrid gesehen, was für ein Niveau das in der Champions League ist. Da zählen die Details, auf die wir gegen Leipzig sehr gut geachtet haben“. Und weiter: „Wenn wir so in die Champions League gehen, ist trotzdem vieles möglich“

          „Das Spiel ist hochverdient verloren gegangen“, sagte RB-Trainer Domenico Tedesco bei Sky. „Wir haben komplett die Basics vermissen lassen, wir waren in der ersten Halbzeit überhaupt nicht auf dem Platz. (...) Wir waren grottenschlecht, wirklich, Katastrophe.“ Das sei „viel zu wenig“ für die Ansprüche von RB Leipzig.

          Eintracht ohne Pellegrini

          Es war der erste Heimsieg in der noch jungen Saison und zugleich der erste seit nahezu einem halben Jahr für das Team, das nach der Sommerpause nur mittemäßig aus den Startlöchern gekommen war. Aber es geht aufwärts beim Europa-League-Sieger: Mit nunmehr acht Punkten rückte er ins Tabellenmittelfeld vor.

          Bundesliga

          Die Eintracht machte schnell deutlich, dass sie mit Macht darauf drängen würde, ihre gute Bilanz gegen die Sachsen zu verlängern; seit ihrem Aufstieg in die erste Klasse 2016 gewannen die Roten Bullen noch nie in Frankfurt. Christopher Lenz ersetzte als Linksverteidiger in der Viererkette den italienischen Zugang Luca Pellegrini, der kurzfristig aufgrund „muskulärer Probleme“, wie es die Frankfurter kommunizierten, ausfiel. Bei Leipzig kehrte der von einer Hüftverletzung genesene Peter Gulacsi zwischen die Pfosten zurück. Und der Ungar stand mächtig unter Beschuss.

          Kamada im dritten Versuch erfolgreich

          Die Eintracht zog, angetrieben im Mittelfeld von Djibril Sow, Sebastian Rode und Mario Götze ein laufintensives Kombinationsspiel auf, worauf die Defensive des Gegners nur unzureichend reagierte. Zunächst fehlte Kamada, der ein Zuspiel von Götze mit dem ersten Kontakt so geschickt aufnahm, dass er sich aller Bewacher entledigte, nur Zentimeter beim Abschluss (3. Minute); danach stand er knapp im Abseits, wie der Video-Assistent ermittelte, sonst hätte sein Treffer gezählt (10.).

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kriminelle Familie? Beim Arbeitsessen von Präsident Putin und seinem amerikanischen Amtskollegen George W. Bush macht der vorbestrafte Geschäftsmann Jewgeni Prigoschin (rechts stehend), Gründer der Wagner-Privatarmee und einer Internet-Trollfabrik, die Honneurs.

          Putins Kriegsmotive : Ein Krimineller im Politiker-Kostüm

          Was ist, wenn etwas ganz anderes dahintersteckt? Ein französisches Magazin will den wahren Hintergründen für Putins Ukrainekrieg auf die Spur gekommen sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.