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Basketball-Saisonstart : Schwere Brocken für die Skyliners

Blickt einer schwierigen Saison entgegen: Frankfurts Trainer Sebastian Gleim. Bild: Picture-Alliance

Zum Saisonbeginn treffen die Skyliners auf den deutschen Meister Alba Berlin. Auch die folgenden Spiele werden nicht leicht. Und der Kader der Frankfurter ist jung und unerfahren. Es droht ein Fehlstart.

          2 Min.

          Der Saisonstart in die Basketball-Bundesliga stellt die Fraport Skyliners sportlich vor eine große Herausforderung. Zum Auftakt in die 55. Spielzeit müssen die Frankfurter am 8. November von 15 Uhr an beim deutschen Meister Alba Berlin antreten. Das geht aus dem Spielplan hervor, den die Basketball-Bundesliga (BBL) am Dienstag veröffentlicht hat. Bevor für die Berliner der nationale Wettbewerb beginnt, werden sie in der Euroleague schon reichlich Spielpraxis gesammelt haben.

          Jörg Daniels
          Redakteur in der Sportredaktion

          Stand heute warten auf Alba von Oktober an sieben Begegnungen in der Königsklasse – darunter gegen den FC Barcelona, ZSKA Moskau und Bayern München – bis Anfang November. Die Bayern empfängt Berlin am 9. Oktober in der Bundeshauptstadt. Es könnte das zweite Profi-Basketballspiel in Deutschland mit einer beschränkten Zuschauerzahl seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie werden. Denn eine Woche davor treffen die Bayern in München auf Armani Olimpia Mailand.

          Die Bayern werden auch der erste Heimspielgegner der Skyliners in der Bundesliga sein. Die Begegnung des zweiten Spieltags wurde für Sonntag, den 15. November (15 Uhr), in der Ballsporthalle angesetzt. Es folgt für die Mannschaft von Cheftrainer Sebastian Gleim das Auswärtsspiel gegen Oldenburg (21. November, 18 Uhr). Die Oldenburger hatten beim Finalturnier um die deutsche Meisterschaft im Juni in München das Halbfinale erreicht und schieden dann gegen Berlin aus.

          „Die Play-offs wären ein Riesenerfolg“

          Aufgrund der Schwere des Auftaktprogramms droht den Skyliners ein Fehlstart in die neue Saison. Die Frankfurter haben sich den Klassenverbleib zum Ziel gesetzt. „Die Play-offs wären ein Riesenerfolg, wenn wir das schaffen würden. Wir sind in diesem Spieljahr unerfahrener und noch mal jünger, wahrscheinlich die jüngste Mannschaft der Liga“, sagt Gleim. Auch der vierte Spieltag mit der Partie in Ulm am 4. Dezember hat es für die Skyliners in sich. Erst danach steht ihnen mit der Begegnung bei Aufsteiger Chemnitz (6. Dezember) eine vermeintlich leichtere Aufgabe bevor.

          Das Hessenderby der Frankfurter, bei denen Neuzugang Matt Mobley an diesem Donnerstag ins Mannschaftstraining einsteigen soll, gegen die Gießen 46ers ist für Mittwoch, den 30. Dezember, vorgesehen – von 19 Uhr an in der Sporthalle Ost. Die Gießener beklagen aktuell großes Verletzungspech.

          Nach Aufbauspieler Jonathan Stark, der an einer Oberschenkelverletzung leidet und auf unbestimmte Zeit ausfällt, müssen die Mittelhessen vorerst auch auf Spielmacher Bjarne Kraushaar (Bänderüberdehnung am Knöchel) und Flügelspieler Alen Pjanic (Entzündung im Rücken) verzichten. „Unser Einspielen wird um so schwieriger ohne die zwei gesetzten Aufbauspieler. Alles in allem ist das kein optimaler Start in die Pre-Season“, sagt Sportdirektor Michael Koch. Um den neuen Point Guard Stark ersetzen zu können, sondieren die Gießener den Markt nach einer Interimslösung.

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