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Skyliners Frankfurt ehrgeizig : „Um Titel mitspielen“

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Timeout: In der kommenden Saison haben die Skyliners Frankfurt um Chefcoach Gordon Herbert ambitionierte Ziele. Bild: Patrick Junker

In der Vorbereitung auf die neue Saison der Basketball-Bundesliga freut sich Skyliners-Chefcoach Gordon Herbert über zwei spezielle Neuzugänge. Die Ziele der Frankfurter sind ambitioniert.

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          Quantez Robertson, der mit neun Jahren Klubzugehörigkeit der dienstälteste Skyliners-Profi ist, kann in der kommenden Basketball-Saison für seine Statistik eine Menge gewinnen. Dem 33 Jahre alten Amerikaner bietet sich die Möglichkeit, zum besten Balldieb der Bundesliga-Geschichte zu werden. Noch liegt der heutige Ulmer Assistenztrainer Tyron McCoy mit 506 Balleroberungen vor Robertson (498). Der Frankfurter Kapitän hat außerdem gute Chancen, in den Kreis der zehn besten Erstliga-Rebounder aufzusteigen.

          Die Grundlage für eine erfolgreiche Runde muss Robertson in der Saisonvorbereitung legen, die für die Skyliners an diesem Donnerstag aktiv mit dem ersten Mannschaftstraining beginnen wird. Wie es aussieht, ist der Aufbau- und Flügelspieler in einer besseren körperlichen Verfassung als noch vor einem Jahr, als er mit deutlichem Übergewicht nach der Sommerpause den Frankfurter Trainerstab aufschreckte. „Tez ist mental voll da und konditionell auf einem guten Level“, sagte Cheftrainer Gordon Herbert am Mittwoch. Ohne Rückschlag ging es diesmal aber auch nicht. Eine allergische Reaktion bei Robertson führte dazu, dass er seinen Trainingsplan in den Vereinigten Staaten nicht vollständig abarbeiten konnte.

          Eine Frage des Systems

          Mit dem Kanadier Brady Heslip und dem Amerikaner Jason Clark hat Robertson zwei neue vielversprechende Teamkollegen bekommen, deren Verpflichtung für Herbert alles andere als selbstverständlich ist. Vor ein paar Monaten hätte der Headcoach „diejenigen für verrückt erklärt“, die ihm das Kommen der beiden Aufbauspieler prophezeit hätten. Doch der 28 Jahre alte Clark sieht sich in Frankfurt in der Rolle des Point Guards bestens aufgehoben. Nicht nur, weil ihm sein neuer Trainer „großes Vertrauen“ schenke. „Das Spiel zu lesen und zu reagieren – das System von Gordon Herbert kommt mir entgegen“, sagte der Amerikaner, der zuletzt in Antwerpen spielte, bei seiner Vorstellung am Mittwoch.

          Der andere Neue an seiner Seite, Heslip, machte mit Herbert schon bei der kanadischen Nationalmannschaft gemeinsame Sache. Herbert habe ihm „viele Freiheiten“ gegeben, berichtete der 40-malige Nationalspieler, der aus Trabzon nach Frankfurt gekommen ist und hier selbstbewusst auf Titeljagd gehen will. „Um Titel mitzuspielen, dafür ist jeder hier“, sagte auch Clark. Ob sich die persönlichen Ambitionen der beiden Verstärkungen mit der sportlichen Realität decken werden, wird das Abschneiden in den Pflichtspielen zeigen.

          Der immense Ehrgeiz von Heslip hat Herbert ein bisschen überrascht. Hält Heslip, der als exzellenter Schütze gilt, das, was er verspricht, wird der Kanadier zu einer großen Stütze der Skyliners werden. Die sieht Herbert durch das Bleiben der bundesligaerprobten Kräfte Robertson und Shawn Huff schon gut aufgestellt. „Wir haben einen relativ erfahrenen Kader“, sagte der Trainer. „Ich glaube, dass wir in der Teamentwicklung schnell voranschreiten können.“

          Einen herben Rückschlag in der Sommerpause erlitt indes Niklas Kiel, der sich abermals eine Gehirnerschütterung zuzog, bereits die dritte in fast einem Jahr. „Für uns war das ein Schock“, sagte Herbert. „Niklas hatte ein extrem gutes Mini-Camp, ich hatte tolle Anzeichen gesehen, wohin sportlich die Reise bei ihm gehen kann.“ Da ungewiss ist, wann der Power Forward in den Spielbetrieb zurückkehren kann, denken die Skyliners darüber nach, einem neuen, großen Spieler einen befristeten Vertrag zu geben. Auch ein weiterer Aufbauspieler soll noch kommen.

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