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Basketball : Die Skyliners und Trainer Herbert gehen getrennte Wege

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Er wird nicht nach Frankfurt zurückkehren - Gordon Herbert, der Trainer der Opel Skyliners, wird in der kommenden Saison nicht mehr für den Frankfurter Basketball-Profiklub arbeiten. Am Freitag bestätigten die Skyliners sowie der Kanadier, daß sie künftig getrennte Wege gehen werden.

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          Er wird nicht nach Frankfurt zurückkehren - Gordon Herbert, der Trainer der Opel Skyliners, wird in der kommenden Saison nicht mehr für den Frankfurter Basketball-Profiklub arbeiten. Am Freitag bestätigten die Skyliners sowie der Kanadier, daß sie künftig getrennte Wege gehen werden. Der Vertrag zwischen ihm und den Skyliners war bereits am 30. Juni ausgelaufen.

          Dabei bleiben vorerst wichtige Fragen unbeantwortet. Die nach dem Nachfolger von Herbert, über den sich die Skyliners noch ausschweigen. Ebenso wie die über den nächsten Arbeitgeber Herberts. Der kanadische Sportpsychologe dürfte aber in der kommenden Saison in der Bundesliga zu sehen sein. "Bei einem Verein in Süddeutschland", sagte Herbert, werde er voraussichtlich unterschreiben. Für die Skyliners war diese Information am Freitag freilich neu, weil Herbert am Vormittag noch hatte wissen lassen, daß man ihn in der kommenden Saison voraussichtlich nicht in der Bundesliga antreffen werde. "Ich konnte mich in Frankfurt als Trainer und Mensch weiterentwickeln. Nun stehe ich vor neuen Herausforderungen, auf die ich mich freue", sagte Herbert.

          Gründe für die Trennung sind auf der finanziellen Seite zu finden. "Wir konnten ihm kein seinen Vorstellungen entsprechendes finanzielles Angebot unterbreiten", sagte Gunnar Wöbke, der Manager der Skyliners, am Freitag. Herbert hatte schon zuvor bestritten, hohe Forderungen an den Verein gestellt zu haben. "Ich habe am Vormittag noch einmal ein sehr langes Gespräch mit Gunnar geführt, aber wir konnten uns nicht einigen. Ein sehr trauriger Tag", sagte der Kanadier, der sich zur Zeit bei seiner Familie in Finnland aufhält, sei der Freitag gewesen. "Eigentlich hatten wir geplant, das Team so gut wie möglich zusammenzuhalten, aber das war ja wohl nicht möglich." Auch wenn keine "Bitternis" die Trennung präge, wie Herbert selbst sagte, wirkte der scheidende Trainer des deutschen Basketballmeisters tief enttäuscht. "Ich kam als Profi, und ich gehe als Profi", wurde Herbert in der Pressemitteilung der Skyliners zitiert. "Es ist traurig, daß ich mit den besten Spielern, die ich jemals trainiert habe, nicht weiter- arbeite und sie in der Euroleague führe."

          Vom Verein war, was Herberts Nachfolge betrifft, nichts zu hören. Offenbar ist für die bevorstehende Spielzeit auch eine interne Lösung bei der Besetzung des Cheftrainerpostens nicht ausgeschlossen, auch wenn Manager Wöbke dazu keine Stellung beziehen wollte. Zu Herberts Vorschlag, seine Assistentin Daphne Bouzikou zum Headcoach zu machen - "ich hoffe, sie wird meine Nachfolgerin" -, sagte Wöbke nur: "Kein Kommentar." Eine weitere Möglichkeit bietet Herberts zweiter Assistent, der Amerikaner Simon Cote. Auch dazu wollte sich Wöbke nicht äußern.

          Es ist die Zeit der Abschiede beim Frankfurter Profiklub. Zwei Tage zuvor hatten die Skyliners die Trennung von ihrem Shooting Guard Robert Garrett mitgeteilt - eine Nachricht, die viele überraschte. Am Freitag wurde der Vertrag gelöst. Schließlich war Garrett in der Finalserie gegen GHP Bamberg einer der wichtigsten Frankfurter gewesen und hatte viel zum Gewinn der Meisterschaft beigetragen.

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