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Abstieg der Gießen 46ers : Letzte Chance Wildcard

  • -Aktualisiert am

Ein enttäuschter Liam O’Reilly von den Gießen 49ers im November des vergangenen Jahres Bild: Picture-Alliance

Zum zweiten Mal nach 2013: Die Gießen 46ers sind sportlich aus der Basketball-Bundesliga abgestiegen. Dank einer Wildcard könnte der Klub trotzdem drin bleiben. Doch der Einsatz ist teuer.

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          Der Dienstag hatte für die Gießen 46ers noch gut begonnen. Der Lizenzliga-Ausschuss der Basketball-Bundesliga (BBL) erteilte den Mittelhessen ohne Auflagen die Erstliga-Lizenz für die kommende Spielzeit. Sportlich hingegen erfüllen die Gießener nicht mehr die Voraussetzungen für eine weitere Saison im Oberhaus, weil sie am Dienstagabend in Bamberg 90:99 verloren. Damit steht die Mannschaft von Trainer Rolf Scholz als zweiter Absteiger neben Vechta fest. Die Teams aus Weißenfels und Würzburg können von den Mittelhessen, die zum zweiten Mal nach 2013 sportlich den Gang in die Zweitklassigkeit antreten müssen, in der Tabelle nicht mehr überholt werden. Mit dem Heimspiel an diesem Sonntag gegen die Löwen aus Braunschweig verabschiedet sich das Gründungsmitglied der Bundesliga aus der Premiumklasse.

          Eine kleine Hintertür bleibt für die 46ers jedoch offen. Denn der deutsche Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen hat zwar sportlich das Aufstiegsrecht in die BBL erworben. Allerdings verzichtete der Klub im Gegensatz zum zweiten Aufsteiger, den MLP Academics Heidelberg, aus wirtschaftlichen Gründen darauf, einen Lizenzantrag für die erste Liga zu stellen. Die BBL könnte deshalb ein Wildcard-Verfahren ausrufen – wofür sich dann unter anderem Gießen und Vechta bewerben könnten.

          Beide Vereine müssten sich in diesem Fall die Frage stellen, ob das wirtschaftlich Sinn macht oder ob eine Konsolidierung in der zweiten Liga Vorrang hat. Nach heutigem Stand müsste der Antragsteller rund 700.000 Euro für den Erhalt einer Wildcard investieren. Womöglich wird die Summe in Zeiten der Corona-Pandemie aber reduziert.

          Wesentlich an den Entscheidungen in Gießen beteiligt sein wird in Zukunft der neue Geschäftsführer und Sportdirektor der 46ers, Sebastian Schmidt. Der ehemalige Geschäftsführer der Basketball Löwen Braunschweig tritt seinen Posten als Nachfolger von Michael Koch zum 1. Juni an. Gießen sei ein „Standort mit sehr viel Basketballtradition. Nichtsdestotrotz und unabhängig der kommenden Spielklasse gilt es, Gießen zu einem zuverlässigen und soliden BBL-Standort zu machen. Das muss unser aller Ziel sein“, sagte Schmidt.

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