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Pokal-Aus für Fußballfrauen : FFC Frankfurt ohne Mumm und Kampfgeist

  • -Aktualisiert am

Cheftrainer Niko Arnautis ist „maßlos enttäuscht“ über das Ausscheiden im Achtelfinale. Bild: Imago

Beim 1. FFC Frankfurt ist der Pokal bedeutungsvoll, weil in der Bundesliga nicht mehr drin ist als ein Mittelfeldplatz. Umso schmerzlicher ist das frühe Ausscheiden im Achtelfinale. Der Trainer ist „maßlos enttäuscht“.

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          Der DFB-Pokal-Wettbewerb genießt im Frauenfußball höchste Wertschätzung. Das Finale, einst im Berliner Olympiastadion und nun in der Kölner Arena ausgetragen, bedeutet die größte nationale Bühne. Eine Pokalendspielteilnahme überstrahlt auch die Arbeit eines ganzen Jahres in der Bundesliga, die sich schwer tut, über das Fachpublikum hinaus Zugkraft zu entwickeln. Beim 1. FFC Frankfurt ist der Pokal mehr denn je bedeutungsvoll, weil in der aktuellen wirtschaftlichen wie sportlichen Konstellation in der Liga nicht mehr drin ist als ein gehobener Mittelfeldplatz. Umso schmerzlicher erwies sich das frühe Ausscheiden am Samstagnachmittag, als nach dem 0:1 gegen Bayer Leverkusen der Traum von Köln jäh endete. Zumal gegen einen Gegner, über den sich die Frankfurterinnen in Normalform im eigenen Stadion erfolgreiche hinwegsetzen sollten.

          Cheftrainer Niko Arnautis zeigte sich „maßlos enttäuscht“ über das Ausscheiden im Achtelfinale. Weil sein junges Team die eigentlich günstige Auslosung aufgrund einer schwachen Leistung nicht für sich nutzen konnte. „Das war zu wenig, um ins Viertelfinale einzuziehen. Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren“, sagte Arnautis. Die nur 860 Zuschauer im Stadion am Brentanobad sahen in den ersten 45 Minuten auf schlechten Platzverhältnissen den wohl schwächsten Auftritt des FFC in dieser Saison. Was überraschte war, dass die Hessinnen auch Mumm und Kampfgeist vermissen ließen. Nimmermüder Einsatz gehört eigentlich zu den Markenzeichen dieser Equipe. „Wir haben in der ersten Halbzeit in keiner Weise mitgespielt. Wir waren in allen Bereichen nicht präsent genug, haben zu wenig investiert“, so Arnautis.

          Nach dem Gegentreffer in der 29. Minute – Kapitänin Tanja Pawollek hatte den Ball per Kopf ins eigene Netz abgefälscht – waren die Frankfurterinnen gegen einen biederen Gegner damit überfordert, das Match in ihre Richtung zu drehen oder zumindest die Verlängerung zu erreichen. Angreiferin Laura Freigang vergab die beste Gelegenheit dazu in der 88. Minute zu hektisch. Und so geht das seit 2014 dauernde Warten auf eine Pokalreise mit Endstation Köln weiter. In der Bundesliga, in der die Frankfurterinnen nach starkem Saisonstart zuletzt nachgelassen hatten (Rang fünf), wartet an diesem Freitag (19.15 Uhr) die nächste schwere Aufgabe, wenn sich der starke Tabellenzweite TSG Hoffenheim am Brentanobad vorstellt.

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