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Rallye Monte Carlo : Kurz und kompakt wie nie - und mit vier Deutschen

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Staub und Dreck sind steter Rallye-Begleiter Bild: dpa

Vier Deutsche nehmen an der Rallye Monte Carlo teil, die so kurz wie nie in ihrer Geschichte ist. Zur WM-Wertung gehört erstmals auch die Deutschland-Rallye.

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          Einiges ist in diesem Jahr: Vor der 70. Auflage der berühmt-berüchtigten „Monte“ wurden die Karten für die Rallye-Weltmeisterschaft 2002 neu gemischt. 18 Jahre nach dem letzten deutschen Sieg durch Walter Röhrl/Christian Geistdörfer gehen vier deutsche Teams in Monte Carlo an den Start.

          Zum ersten Mal wird in dieser Saison auch hier zu Lande ein WM-Lauf ausgetragen. Die Rallye Deutschland hat nach der letztjährigen gelungenen Generalprobe den Aufstieg geschafft und ist im diesjährigen WM-Kalender die 10. von 14 Entscheidungen. Sie findet vom 22. bis 25. August rund um die Moselmetropole Trier statt.

          Start am Donnerstag

          Bei ihrer 70. Auflage erlebt die Rallye Monte Carlo ihre bisher kürzeste und kompakteste Version. Die Streckenlänge der „Königin der Rallyes“, die am Donnerstagabend vor dem Casino in Monte Carlo gestartet wird und am Sonntag gegen 15 Uhr am Hafen von Monaco endet, ist auf 1462 Kilometer geschrumpft.

          Immer gut für Trauer und Triumphe: die Rallye Monte Carlo

          15 Prüfungen über etwas mehr als 400 Kilometer in den französischen Seealpen sind die ersten Saisonentscheidungen. Monaco ist erstmals auch Start und Ziel der drei Etappen. Durften in den glorreichen „Monte“-Tagen noch 180 Teams in fünf europäischen Städten an den Start gehen, so erfolgte in diesem Jahr ein radikaler Schnitt.

          Teilnehmerfeld beschränkt

          Nur noch 56 Teams aus 19 Nationen sind startberechtigt. Der Veranstalter begründet dies mit Platznot für die Teams und den großen Service-Tross im engen Fürstentum. Rechtzeitig zum Saisonauftakt ist das Hickhack um Weltmeister Burns beendet worden. Der Brite steuert nun statt eines Subaru Impreza einen Peugeot 206.

          Dafür hat sich Subaru die Dienste des vierfachen Rekord-Weltmeister und dreimaligen Monte-Siegers Tommi Mäkinen gesichert, der nach siebenjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit Mitsubishi verließ. Peugeot will nach der Burns- Verpflichtung den Titel in der Fahrer- und Marken-WM verteidigen.

          Armin Schwarz bei Hyundai

          Für den Saisonauftakt hat Peugeot-Sportdirektor Corrado Provera vorerst nur einen Wunsch: Seine 206 endlich im Ziel zu sehen. In den beiden letzten Jahren kam nämlich kein Werks-Peugeot bis ins Fürstentum. Auch Armin Schwarz/Manfred Hiemer (Oberreichenbach/München) haben den Arbeitgeber gewechselt.

          Nach dreijähriger, mehr oder weniger glückloser Tätigkeit bei Skoda sitzen sie zum Saisonstart erstmals in einem Hyundai Accent. Während der Wahl-Monegasse Schwarz in den Vorjahren sehr vorsichtig mit seinen Monte-Prognosen war, hat er bei seiner Hyundai-Premiere das Ziel konkret definiert: „Ich möchte auf jeden Fall in die Punkteränge fahren.“

          Einstand für Armin Kremer

          Vor einem Jahr belegte er im Skoda Octavia überraschend den vierten Platz. Seinen Einstand als Ford-Werksfahrer gibt der dreimalige deutsche Meister und amtierende Europameister Armin Kremer (Friedrichsruhe). Zusammen mit seinem neuen Beifahrer Klaus Wicha (Bad Karlshafen) startet er im Ford Focus.

          Das gleiche Modell pilotieren der Spanier Carlos Sainz und der Schotte Colin McRae. 1997 war Kremer in Monte Carlo auf einem seriennahen Mitsubishi Lancer Zehnter geworden, ein Jahr später fuhr er im von Subaru Deutschland eingesetzten Gruppe A-Impreza auf den achten Gesamtplatz.

          Zwei Deutsche bei der Junior-WM

          In der neuen Junior-WM, die in sechs Läufen ausgefahren wird, suchen zwei weitere Deutsche ihre Chance. Sein Debüt gibt Sven Haaf (Windeck), der zusammen mit seinem erfahrenen Co-Piloten Michael Kölbach (Dachsenhausen) im Citroen Saxo 1600 seine ersten WM-Meriten einfahren möchte. Unmittelbarer Klassenkonkurrent ist Nikolaus Schelle (Hohenpeißenberg), der mit Beifahrer Gerhard Weiß (München) auf einem 1600er Suzuki Ignis antritt.

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