https://www.faz.net/-gtl-ohvg

Rallye Dakar : Erster Tagessieg für Jutta Kleinschmidt

  • Aktualisiert am

Später Triumph für Jutta Kleinmschmidt Bild: AP

Jutta Kleinschmidt hat am vorletzten Tag der Rallye Dakar aufgetrumpft und erzielte im VW Touareg ihren ersten Tagessieg. Dem Franzosen Stéphane Peterhansel ist der Sieg kaum noch zu nehmen.

          2 Min.

          Versöhnlicher Abschluß einer Rallye mit Hindernissen: Einen Tag vor dem Ende der 26. Rallye Dakar hat die Kölnerin Jutta Kleinschmidt mit ihrem VW Touareg ihren ersten Tagessieg bei dem diesjährigen Marathon-Klassiker gelandet. Für VW war es zugleich der erste Etappenerfolg seit dem offiziellen Einstieg der Wolfsburger vor einem Jahr. Im Gesamtklassement liegt die 41jährige Kleinschmidt allerdings weiter aussichtslos mit einem Rückstand von über 20 Stunden zurück.

          „Ich konnte zuerst gar nicht glauben, daß wir die Etappe gewonnen haben. Überrascht bin ich aber nicht. Wir hatten uns ein großes Ziel gesetzt: einen Etappensieg. Darauf haben wir geradlinig hingearbeitet“, sagte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen.

          Hingegen fährt die Allgäuerin Andrea Mayer (Hiemenhofen) ihrem bislang besten Dakar-Ergebnis entgegen. Die 36jährige Journalistin und ihr routinierter Münchner Beifahrer Andrea Schulz, Gewinner der Rallye 2001 und 2003, festigten im Mitsubishi Pajero ihren fünften Gesamtplatz. Sein erster Sieg ist dem Franzosen Stéphane Peterhansel, der bislang sechs Mal das Wüsten-Spektakel auf dem Motorrad gewann, wohl nicht mehr zu nehmen sein. Sein japanischer Mitsubishi-Stallgefährte Hiroshi Masuoka, Gewinner der beiden letzten Jahre, blieb mit einem Rückstand von 51:23 Minuten auf dem zweiten Platz.

          „Schöne Belohnung für das ganze Team“

          Im VW-Lager brach riesiger Jubel über den Kleinschmidt-Erfolg aus. „Toll, einfach super“, sagte die in Monaco lebende Pilotin, die im letzten Jahr den achten Platz im Endstand erreichte, über ihren ersten Etappensieg seit dem 11. Januar 2002. „Das ist eine schöne Belohnung für das ganze Team, das vor und während der Rallye sehr hart gearbeitet hat. Die Navigation war heute wieder schwierig, doch meine Beifahrerin Fabrizia Pons hat das gut gemeistert. Die Etappe war ziemlich langsam, weil es über sandige, ruppige Steppenwege ging.“

          Ihr französischer Partner Bruno Saby behauptete den sechsten Platz in der Gesamtwertung (Rückstand: 6:56:51 Stunden). Den dritten Rang mit einem Rückstand von 3:03:47 Stunden verteidigte der Monegasse Jean-Louis Schlesser, Gewinner 1999 und 2000, in seinem Ford-Buggy vor dem französischen Ex-Skiweltmeister Luc Alphand im Diesel-BMW X5 des X-Raid-Teams aus dem hessischen Trebur.

          Spannung in der Motorradwertung

          Während die Entscheidung in der Automobil-Kategorie gefallen sein dürfte, ist der Ausgang der Rallye bei den Motorrädern offen. Der französische Vorjahressieger Richard Sainct verkürzte seinen Rückstand zu seinem führenden KTM-Kollegen Nani Roma (Spanien) auf nur noch 5:02 Minuten. Auch der dritte Platz des Franzosen Cyril Despres (Rückstand: 46:48 Minuten) ist noch nicht sicher. Sein südafrikanischer KTM-Partner Alfie Cox ist nur 2:59 Minuten hinter ihm. Den Zielort Dakar haben die Teilnehmer, nur noch 167 von mehr als 400 waren am vorletzten Tag gestartet, schon erreicht. Die Rallye endet am Sonntag mit der letzten Prüfung über 27 km.

          Weitere Themen

          Eintracht auch in London ohne Fans

          Berufung abgelehnt : Eintracht auch in London ohne Fans

          Ein weiteres Auswärtsspiel der Frankfurter in der Europa League wird ohne den Eintracht-Anhang stattfinden. Die Europäische Fußball-Union Uefa hat nun einen entsprechenden Antrag auf Berufung zurückgewiesen.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson während eines Wahlkampf-Termins in einer Chips-Fabrik im nordirischen County Armagh

          Wahl in Nordirland : Selbst die Grenze hat eine Stimme

          In Nordirland hilft nur noch Galgenhumor: Die britische Provinz fühlt sich von allen Seiten verkauft. Die bitterste Ironie ist die Zwickmühle, in die Boris Johnson die nordirischen Konservativen gebracht hat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.