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Radsport : Ullrich mit großer Verspätung im Ziel

  • Aktualisiert am

Auf der schwersten Etappe der Katalanischen Woche in Nordspanien konnte der leicht erkältete Jan Ullrich wie erwartet nicht mit den Spitzgruppen mithalten.

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          Der frühere Lance-Armstrong-Helfer Levy Leipheimer gewann am Donnerstag die vorletzte und schwerste Etappe der 41. Katalanischen Woche in Nordspanien. Einen Tag nach seinem Sturz schnappte der Amerikaner dem Spanier Roberto Heras im Ziel der Königsetappe über 179 km von Pallau Solita auf den 1.740 Meter hoch gelegenen El Port del Comte den Sieg vor der Nase weg. Der zweifache Vuelta-Gewinner, der als Mitfavorit bei der Tour de France gehandelt wird, wurde 200 m vor dem Ziel von einer zehnköpfigen Spitzengruppe eingeholt.

          Bei Sonnenschein, aber kühlen Temperaturen holte sich Leipheimer nach dem 14 Km langen Schlußanstieg den Tagessieg vor dem Spanier Joacim Rodriguez, der damit auch das Trikot des Spitzenreiters von seinem Landsmann Martin Perdiguedo übernahm. Der nach wie vor leicht erkältete Jan Ullrich spielte bei der 4. Etappe erwartungsgemäß keine Rolle und erreichte das Ziel mit großer Verspätung.

          Ullrich will Kilometer sammeln

          Der 30 Jahre alte Olympiasieger blieb seiner bisherigen Maxime und seinen augenblicklichen Möglichkeiten beim dritten Saison-Start treu. Er beendete die Königsetappe mit vier Anstiegen - der Porte del Comte war zwei Mal zu überwinden - mit hohem Zeitverlust auf den Tagessieger. „Zeitrückstände spielen hier für ihn keine Rolle. Es geht darum, Wettkampf-Kilometer zu sammeln. Schon bei Rennen im nächsten Monat wird es anders aussehen“, versprach am Donnerstag sein Betreuer Rudy Pevenage, der den nächsten Ullrich-Start wie vorgesehen am 6. April bei der Sarthe-Rundfahrt in Frankreich bestätigte. Bis dahin trainiert er nach Ende des Rennens in Spanien am Freitag an seinem Wohnort in Scherzigen/Schweiz.

          Der mit ansprechenden Leistungen in die Saison gestartete Cadel Evans vom Team-T-Mobile trat am Donnerstag nicht mehr an. Der Australier, der sich im vergangenen Jahr drei Mal das Schlüsselbein brach und für die diesjährige Tour eine wichtige Rolle im taktischen Plan des Team-Managers Walter Godefroot spielt, leidet an einer Bronchitis. Der frühere Mountainbike-Weltcup-Gewinner kehrte am Donnerstag an seinen Schweizer Wohnort zurück, um sich auszukurieren.

          Zabel mit Siegchance

          Die 5. und letzte Etappe führt am Freitag über 168 km von Solsona nach Parets de Vallés und dürfte Erik Zabel die Chance bieten, nach neun zweiten Plätzen seit Februar seinen zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen. Nach zwei zweiten Plätzen bei der Katalanischen Woche fiel die Entscheidung um den Tagessieg am Donnerstag ohne den Weltranglisten-Spitzenreiter Zabel. Er erreichte das Ziel aber weit vor der Ullrich-Gruppe.

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