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Radsport : Olympischer Goldvierer auch Weltmeister

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Schneller als der Blitz Bild:

Der deutsche Vierer hat am Donnerstagabend bei der Weltmeisterschaft im Bahnradsport in Manchester erneut die Goldmedaille erobert.

          Der Vierer bleibt die Paradedisziplin des deutschen Bahnradsports. Die frisch gekürten Olympiasieger Guido Fulst (Berlin), Jens Lehmann (Leipzig) und Daniel Becke (Erfurt) sowie der neu in die Auswahl gekommene Geraer Sebastian Siedler haben am Donnerstag bei den Weltmeisterschaften in Manchester ihren Vorjahressieg in der Mannschaftsverfolgung wiederholt.
          Zuvor gab es für die Frankfurterin Judith Arndt im Punktefahren wie im Vorjahr Silber hinter der Titelverteidigerin Marion Clignet (Frankreich). Damit hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in Manchester in vier Wettbewerben bereits zwei Mal Gold und zwei Mal Silber erobert.

          Der 22-jährige Siedler war vor der WM als Ersatz für den erkrankten Doppel-Olympiasieger Robert Bartko (Berlin) in das Aufgebot gekommen. Siedler agierte, als wäre er schon jahrelang in dem Quartett, das in diesem Jahr viele Rückschläge auf dem Weg zu Olympia und WM wegstecken musste, vor allem den tödlichen Unfall von Bundestrainer Robert Lange im Frühjahr. Davon war aber nichts zu spüren. Im Finale gab es einen harten Kampf mit den Gastgebern aus Großbritannien, doch der Titelverteidiger lag von Beginn an in Führung und kam am Ende auf die Weltklasse-Zeit von 4:01,332 Minuten. Der eigene Weltrekord steht bei 3:59,710 Minuten. In der Geschichte der Mannschaftsverfolgung feierten deutsche Teams bislang 15 Erfolge bei Weltmeisterschaften und fünf Olympiasiege.

          Silber im letzten Rennen für Judith Arndt

          Die 24-jährige Judith Arndt aus Frankfurt/Oder hatte im Punktefahren der Frauen die Goldmedaille fast schon in der Hand. Erst auf den letzten zehn von 100 Runden zog die 36-jährige Titelverteidigerin Marion Clignet mit dem einzigen Rundengewinn des Rennens noch an der bis dahin führenden Deutschen vorbei. Beim Schlussangriff der Vorjahrs-Zweiten fehlten am Ende nur wenige Meter, um ebenfalls eine Runde zu gewinnen und den Spieß noch umzudrehen. "Ich habe den Antritt verschlafen, aber das Silber ist Balsam für meine Seele nach einer verkorksten Saison", kommentierte Judith Arndt, für die es das letzte Bahnrennen war. Schon bei Olympia hatte sie eine Medaille erst auf den letzten Metern verpasst. Die ehemalige Verfolgungsweltmeisterin will in der kommenden Saison nur noch auf der Straße fahren.

          Im Sprint der Männer sind Jan van Eijden (Dudenhofen) und Jens Fiedler (Chemnitz) ins Halbfinale eingezogen und treffen dort am Freitag aufeinander. Fiedler benötigte allerdings drei Läufe gegen den unbekannten Spanier Jose Antonio Villanueva. Endstation für den Erfurter Matthias John war schon das Achtelfinale. Erst unterlag er van Eijden, danach scheiterte er im Hoffnungslauf. Für den 22- Jährigen blieb schließlich Platz neun im Sprinter-Turnier.

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