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Radsport : Armstrong nimmt Ullrich über sieben Minuten ab

  • Aktualisiert am

Handschlag vor dem Start: Ullrich und Armstrong Bild: REUTERS

Beim ersten und einzigen Duell vor der Tour de France hat Lance Armstrong Jan Ullrich gleich einen Dämpfer verpaßt: Beim Auftakt der Murcia-Rundfahrt lag er im Ziel weit vor seinem größten Konkurrenten.

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          Lance Armstrong hat Jan Ullrich am Mittwoch zum Auftakt der 24. Murcia-Rundfahrt in Spanien einen kleinen Dämpfer verpaßt. An der Spitze des Hauptfeldes unterstützte der fünffache Tour-de-France-Sieger aus Texas seinen Team-Kollegen Max van Heeswijk (Niederlande) und verhalf ihm nach 177 Kilometer in Murcia zum Tagessieg. Der Weltranglisten-Spitzenreiter Erik Zabel (Unna) wurde Dritter im Massensprint. Ullrich hatte bei heftigem Gegenwind auf den letzten 35 Kilometer Boden verloren und passierte die Ziellinie zusammen mit 27 weiteren Fahrern rund siebeneinhalb Minuten nach der Armstrong- Gruppe.

          Ullrich wollte dem Rückstand keine große Bedeutung beimessen. „Bei dem Kantenwind hatte es wenig Zweck auf Biegen und Brechen zu kämpfen, um an die 75 Fahrer starke Gruppe noch heranzukommen“, sagte der 30jährige Olympiasieger, dem am Donnerstag ein weiterer Härtetest bevorsteht. Dann steht bei der prominent besetzten Tour in Südspanien mit dem 21,3 Kilometer langen Einzelzeitfahren über flaches Terrain in Lorca bevor. Nach seinem Sieg vor 14 Tagen bei der Algarve-Rundfahrt in Portugal wird auch in Spanien der Erfolg dabei nur über Armstrong führen. „Er ist nicht der einzige, der gewinnen kann: Auch Peschel und Rich sind am Start“, gab Ullrichs Betreuer Rudy Pevenage zu bedenken und verwies auf die ambitionierten Zeitfahrer des Teams Gerolsteiner.

          Die Ambitionen seines Schützlings spielt Pevenage herunter und schlug damit in dieselbe Kerbe wie Ullrich, der vom ersten und einzigen Duell vor der Tour de France noch keine sportlichen Hinweise für die nähere Zukunft erwartet. Die Plazierungen der Fahrer vom Mittwoch bestimmen in umgekehrter Reihenfolge die Startfolge beim Zeitfahren.

          „Jan wird am Donnerstag nicht so fahren, daß er am Ende vor Erschöpfung umfällt. Wo er landet, ist nicht so wichtig - er wird schon nicht Letzter werden“, sagte Pevenage, der eine Einladung des Rennstalls Kelme annahm und im Teamwagen der Spanier den Kurs begleitete. Die anhaltenden Differenzen mit T-Mobile-Manager Walter Godefroot sorgen weiter dafür, daß im Begleitfahrzeug des Bonner Teams kein Platz für Pevenage ist.

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