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Mustafis Geste : Wieder Ärger mit dem Doppeladler

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Unschuld vom Land? Shkodran Mustafi Bild: dpa

Der englische Fußball-Verband musste entscheiden, ob eine Jubelgeste des deutschen Arsenal-Spielers Mustafi eine verbotene politische Äußerung darstellt. Mustafi hatte zuvor den Doppeladler gezeigt.

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          Dem deutschen Fußball-Nationalspieler Shkodran Mustafi vom englischen Premier-League-Klub FC Arsenal drohte offenbar wegen seiner Doppeladler-Geste am Sonntag nach seinem Torerfolg (12.) für die Gunners bei Cardiff City (3:2) Ärger.

          Der englische Fußball-Verband FA musste demnach entscheiden, ob Mustafis Nachahmung des albanischen Wappentiers mit gekreuzten Armen eine verbotene politische Äußerung auf dem Spielfeld darstellt. Nun wurde jedoch mitgeteilt, dass gegen den Verteidiger keine Ermittlungen eingeleitet werden. Der FA entschied im Fall von Mustafi, dass die Jubelgeste keine politische Äußerung darstellt. Auch Borussia Dortmunds Neuzugang Axel Witsel hatte Tore mit der Geste bejubelt und erklärte, er stelle damit einen Vorgel dar, der fliegt und dabei wächst.

          Während der Weltmeisterschaft in Russland hatten die Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka im Vorrundenspiel gegen Serbien dieselbe Geste gezeigt und waren dafür sanktioniert worden. Beide Profis mit kosovo-albanischen Wurzeln ahmten damals wie jetzt Mustafi das albanische Wappentier mit ihren Händen nach, Teile der serbischen Fans werteten dies als Provokation. Shaqiri und Xhaka waren vom Fußball-Weltverband (Fifa) daraufhin jeweils mit einer Geldstrafe von 8680 Euro belegt worden.

          Mustafi wurde als Sohn albanischer Einwanderer aus der mazedonischen Stadt Gostivar 1992 in Bad Hersfeld geboren. Er spielte in seiner Karriere bereits beim FC Everton, Sampdoria Genua und dem FC Valencia, ehe er nach London wechselte. Für Deutschland absolvierte er 20 Länderspiele und gehörte auch zum WM-Kader 2014. Für seine sportliche Karriere in Deutschland hatte er seine mazedonische Staatsbürgerschaft abgegeben. Mustafis Frau ist Albanerin.

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