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ARD und ZDF weit vorne : Quoten-Flop für Eurosport bei Olympia

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Eurosport hat zwar namhafte Experten wie Martin Schmitt, Sven Hannawald und Michael Greis (von links, daneben Moderator Sascha Kalupke), aber nur wenige Zuschauer. Bild: dpa

Erstmals kaufte Eurosport die Exklusiv-Rechte für Olympia. Aber auch ARD und ZDF dürfen übertragen – und gewinnen das Quoten-Duell haushoch. Vor allem eine Sendung erweist sich als Flop.

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          Die Sportfans haben mit der Fernbedienung abgestimmt: ARD und ZDF haben das Quoten-Duell bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang an den ersten Tagen haushoch gewonnen. Während die öffentlich-rechtlichen Sender über Stunden mehrere Millionen Menschen vor die TV-Schirme locken, sind die Übertragungen bei Eurosport vorerst kein Quoten-Renner. „Home of the Olympics“ heißt der Werbespruch von Eurosport, doch die Heimat der deutschen Olympia-Fans bleiben derzeit noch das Erste und das Zweite. Und das, obwohl der Eurosport-Mutterkonzern Discovery die Exklusiv-Rechte vom IOC erworben hat und an ARD/ZDF nach zähen Verhandlungen nur Sub-Lizenzen mit eingeschränkten Rechten verkaufte.

          Die Zahlen des Olympia-Auftakts sind eindeutig. So sahen am Sonntag 7,49 Millionen Zuschauer die Biathlon-Übertragung mit Arnd Peiffers überraschendem Olympiasieg in der ARD und sorgten für einen Marktanteil von 38,6 Prozent. Am Vortag schauten im ZDF 6,52 Millionen Menschen den Biathlon-Triumph von Laura Dahlmeier. Das ergab einen Marktanteil von 44,2 Prozent. „Wir sind froh darüber, dass die Zuschauer unser Angebot auch an diesen ersten Tagen wieder annehmen“, kommentierte ARD-Sport-Koordinator Axel Balkausky. ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann sagte zum erfolgreichen Auftakt seines Senders: „Die Zuschauer haben Olympia beim ZDF gesucht und gefunden – wie in der Vergangenheit.“

          Wie sehr die Fernseh-Zuschauer an ARD und ZDF hängen, macht der direkte Vergleich deutlich. Durchschnittlich 6,21 Millionen sahen am Sonntag Rodeln in der ARD, während es bei Eurosport nur 0,66 Millionen Menschen waren. Beim Marktanteil hieß es: 31,7 zu 3,4 Prozent. „Wie die Akzeptanz von Eurosport bewertet und eingeordnet werden muss, können nur die Kollegen dort sagen“, kommentierte der ARD-Sportkoordinator: „Wir sind mit unseren Werten sehr zufrieden.“

          Jochen Gundel, Olympia-Chef beim Spartensender, sagte: „Wir brauchen ARD und ZDF nicht zu kopieren. Wir sind live, anders, jünger. Der digitale Ansatz ist für uns sehr wichtig.“ Bei Facebook habe es aus Deutschland rund 700.000 Zugriffe auf die Übertragung der Eröffnungsfeier gegeben, heißt es bei Eurosport. Wie viele Menschen Olympia über den Eurosport-Player – ein kostenpflichtiges Internet-Angebot – schauen, wird nicht verraten.

          Ein Quoten-Flop sind bisher die Zusammenfassungen am Abend unter dem Namen „zwanzig18 – Die Olympia Show“. Zusammengerechnet nur 0,18 Millionen Zuschauer sahen am Sonntag die Highlight-Sendung, die bei Eurosport und dem Frauensender TLC parallel gesendet wird. Und das ohne Konkurrenz von ARD/ZDF. Die Öffentlich-Rechtlichen dürfen laut Vertrag keine eigene Sendung mit Höhepunkten zwischen 19 und 22 Uhr zeigen.

          Trotzdem sagte Peter Hutton, der Discovery-Vorstandsvorsitzende: „Wir sind zufrieden mit dem, wie es bislang läuft.“ Er bezeichnete die Olympischen Spiele als „gutes Fenster, um die Wahrnehmung von Eurosport zu verändern. Das ist eine langfristige Sache.“ Discovery hat die europaweiten Rechte bis 2024 erworben. Solange laufen allerdings auch die deutschen Sub-Lizenzen für ARD und ZDF.

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