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Olympische Winterspiele : Weitere Russen klagen auf Startrecht

Bekommt mehr Arbeit: Matthieu Reeb, Generalsekretär vom Internationalen Sportgerichtshof Cas, in Pyeongchang. Bild: dpa

Weitere13 russische Athleten und Betreuer klagen vor der Ad-hoc-Kommission des Internationalen Sportgerichtshof Cas. Es geht um ihr Startrecht bei den Olympischen Winterspielen.

          Das Internationale Sportschiedsgericht Cas hat in zwei weiteren Verfahren 13 weitere Klagen russischer Sportler und Betreuer angenommen. In einem Verfahren werden Klagen von sechs Sportlern verhandelt, unter ihnen die Eisschnellläufer Pawel Kulischnikow und Denis Juskow sowie die Biathletin Irina Starich. Sie waren Ende vergangener Woche mit einer Klage gegen die Nicht-Einladung zu den Olympischen Spielen in Pyeongchang, die am Freitag beginnen, vor einem Schweizer Zivilgericht gescheitert. Zudem klagen auch sieben Betreuer, Trainer und Ärzte vor der Ad-hoc-Kammer gegen die Nicht-Einladung des Internationalen Olympischen Komitees.

          Insgesamt hat sich damit die Zahl der russischen Kläger in Pyeongchang auf 60 erhöht, 51 davon sind Sportler, die sich die Teilnahme erstreiten wollen. Sie alle waren von einer vom IOC eingesetzten Kommission unter der Leitung der früheren französischen Sportministerin Valerie Fourneyron nicht mit Einladung in das Team „Olympischer Athleten aus Russland“ versehen worden, weil „Zweifel an ihrer Integrität“ erwachsen sind. Im Fall der sechs Sportler, die am Donnerstag ihre Klagen einreichten, wurde dies mit früheren Doping-Sperren begründet. In allen anderen Fällen, die Sportler betreffen, geht es um Erkenntnisse aus der Auswertung der Datenbank des Moskauer Anti-Doping-Labors durch eine Ermittlergruppe der Welt-Anti-Doping-Agentur.

          13 der Sportler waren in der vergangenen Woche mit ihrer Klage gegen das IOC erfolgreich und hatten die Aufhebung ihrer lebenslangen Olympia-Sperren vor dem Cas erreicht. Ihnen war kein individueller Doping-Verstoß bei den Olympischen Spielen in Sotschi vor vier Jahren nachzuweisen.

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          Das Verfahren dieser Sportler hat am Mittag in Pyeongchang begonnen, und läuft parallel zum Verfahren der restlichen 32 Kläger um den Biathleten Anton Schipulin, den Langläufer Sergej Ustjugow und den Shorttracker Wiktor Ahn, das am Mittwoch begonnen hatte. Eine Entscheidung gibt es an diesem Freitag um 11.00 Uhr Ortszeit (03.00 Uhr MEZ) in Pyeongchang. Die am Donnerstag eingereichten Klagen werden nicht von den gleichen Schiedsrichtern verhandelt. In ihren Fällen entscheiden der Ägypter Mohamed Abdel-Raouf, der Schweizer Laurence Boisson de Chazournes und der Koreaner Park Jin-won. Einzelheiten zum Verfahrensablauf wurden vom Cas bislang nicht genannt.

          Das IOC hatte das russische nationale olympische Komitee am 5. Dezember 2017 wegen des Doping-Betruges in Sotschi suspendiert und eine Teilnahme russischer Sportler unter neutraler Flagge als „Olympische Athleten aus Russland“ nur unter der Bedingung einer Einladung durch das IOC erlaubt. Von den eingeladenen Athleten behauptet das IOC, sie seien Repräsentanten einer „neuen, sauberen Generation“ russischer Sportler.

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