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Olympische Winterspiele : IOC will nur eingeladene Russen starten lassen

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Im Kreis der Sportler: Russlands Staatspräsident Wladimir Putin verabschiedet Olympiateilnehmer Bild: AP

Der Sportgerichtshof hebt die Olympiasperren für 28 russische Athleten auf. Trotzdem sollen diese nach Ansicht von IOC und DOSB-Chef Hörmann nicht bei den Winterspielen starten dürfen. Ein deutscher Anwalt attackiert derweil den Wada-Ermittler.

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          Der Internationale Sportgerichtshof Cas hat aus Mangel an Beweisen alle Doping-Sanktionen gegen 28 russische Wintersportler aufgehoben. Elf weitere Sportler bleiben von den Spielen in Pyeongchang ausgeschlossen, ihre lebenslangen Sperren für Olympia sind laut einer Cas-Mitteilung vom Donnerstag aber ebenfalls ungültig. Der Cas betonte, dass die Athleten nicht für „unschuldig“ erklärt worden seien, sondern dass die Beweislage seines Erachtens nicht ausreichend sei. Russland kämpft nun dennoch um weitere 15 Olympia-Einladungen. Das sagte Topfunktionär Stanislaw Posdnjakow am Donnerstag. Auf der Bittsteller-Liste stehen auch Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow und Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow.

          Legkow, Tretjakow und Rodler Albert Demtschenko gehören zu den Athleten, deren Sperren der Cas nun aufgehoben hat. Sie behalten ihre vor vier Jahren gewonnenen Medaillen. Der deutsche Rodler Andi Langenhan bleibt daher Vierter der Spiele von Sotschi und erhält nicht nachträglich Bronze. Bob-Pilot Alexander Subkow, Doppel-Olympiasieger von 2014 und mittlerweile Cheftrainer des russischen Bob-Teams, zählt hingegen zu denen, die für Pyeongchang gesperrt bleiben. Die lebenslange Sperre gegen ihn hob der Cas auf.

          Die russische Regierung hat die Aufhebung der Sperren mit großer Erleichterung aufgenommen. „Wir sind froh, dass die Gerechtigkeit endlich triumphiert hat“, sagte Sportminister Pawel Kolobkow am Donnerstag in Moskau. Die Cas-Entscheidung bestätige, dass die Athleten „sauber“ seien. Nun erwarteten die Sportler, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) reagiere und sie auch zu den Winterspielen in Südkorea zulasse, sagte Kolobkow der Agentur Interfax zufolge. Die russischen Sportbehörden stünden mit dem IOC in Kontakt, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Ob es gelingen werde, sei noch schwer abzuschätzen. Russland werde weiter für die Rechte und Interessen seiner Sportler kämpfen, sagte er.

          Cas-Generalsekretär Matthieu Reeb überbringt die Botschaft

          Das IOC betonte nach Bekanntwerden des Cas-Spruchs, dass weiterhin nur russische Athleten in Pyeongchang antreten dürfen, die auf seiner Einladungsliste stehen. In einer IOC-Mitteilung heißt es: „„Die Cas-Entscheidung bedeutet nicht, dass Athleten aus der Gruppe der 28 zu den Spielen eingeladen werden.“ Wer nicht sanktioniert werde, bekomme nicht automatisch das Privileg einer Einladung verliehen. Auf der vor einer Woche veröffentlichten Einladungsliste stehen derzeit 169 russische Wintersportler.“ Das NOK Russlands war nach der IOC-Entscheidung Anfang Dezember für die Winterspiele gesperrt worden. Allerdings dürfen russische Sportler unter neutraler Flagge und ohne Hymne starten. Sie werden als „Olympischer Athlet aus Russland“ (OAR) geführt.

          Nach eingehender Prüfung hat das IOC 169 russischen Athleten erlaubt, in Südkorea anzutreten. Das IOC hatte insgesamt 43 russische Wintersportler von künftigen Olympischen Spielen ausgeschlossen, weil die Athleten bei den Heim-Spielen in Sotschi 2014 von organisierten Manipulationen profitiert haben sollen. 42 der betroffenen Sportler hatten vor dem Cas Einspruch eingelegt. In den zurückliegenden Tagen waren 39 Russen vom Sportgerichtshof angehört worden, via Videoschalte ebenso Kronzeuge Grigori Rodschenkow – früher Chef des Anti-Doping-Labors Moskau – und der Wada-Chefermittler Richard McLaren.

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