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Pekings Winterspiele und Tibet : Der Preis von Olympia in China

Dhondup Wangchen in einem traditionellen Gewand der Tibeter, im Hintergrund ist der Dalai Lama auf einem Foto zu sehen. Bild: Tibet Initiative

Der Tibeter Dhondup Wangchen hat einen kritischen Film über Olympia in Peking 2008 gedreht und wurde danach gefoltert. Jetzt warnt er vor den Winterspielen im autoritär geführten Land – und wird kaum gehört.

          8 Min.

          Es ist 14 Jahre her, dass Dhondup Wangchen sich überlegte, er wolle Olympia beim Wort nehmen. Dhondup Wangchen hatte gehört, dass die Olympischen Spiele Menschenrechte und Meinungsfreiheit mit sich bringen würden, so hatten es die chinesischen Bewerber einst erzählt, auch beim Internationalen Olympischen Komitee war viel von Veränderungen die Rede, die seine Spiele für China mit sich bringen würden.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Damals, im Herbst 2007, war Dhondup Wangchen 33 Jahre alt, eines von zehn Kindern einer Bauernfamilie aus Ost-Tibet. Er machte sich mit einer Kamera und einem Helfer auf, Tibeter zu fragen, was sie von den Olympischen Spielen halten, die im Sommer 2008 in Peking stattfinden würden: Mönche, Schülerinnen, Bauern, Nomaden, Alte, Junge. Das Ergebnis ist der knapp 25 Minuten lange Film „Leaving Fear Behind“ (Die Angst hinter sich lassen). Einer wundert sich darin, wie es sein kann, dass sich alle Völker in Peking friedlich versammeln können für Olympia, Tibeter aber nicht, obwohl der Dalai Lama in aller Welt für Friedfertigkeit bekannt sei. Eine meint, Olympia sei wichtig – für Chinesen, aber die seien ja unabhängig und frei. Einer ärgert sich über steigende Preise, mehrere über Zäune auf den Weiden, die Nomaden die Lebensgrundlage nehmen. Ein Mönch sagt, er würde sich über die Spiele freuen, wenn China nicht so viel versprochen hätte und in Wirklichkeit repressiver und repressiver werde.

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