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Nach Ausschluss vom IOC : Wie sich 32 Russen noch zu Olympia klagen wollen

Vor dem Kreml in Moskau: Demonstration am vergangenen Sonntag gegen den russischen Ausschluss bei den Olympischen Winterspielen. Bild: AFP

Kurz vor Olympia versuchen 32 russische Athleten noch ihr Startrecht für die Winterspiele in Pyeongchang zu erstreiten. Zuvor waren bei ihnen Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Sollte die Klage Erfolg haben, könnte alles ganz schnell gehen.

          32 russische Sportler versuchen sich vor der Adhoc-Kammer des Internationalen Sportschiedsgerichts Cas zu den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang zu klagen. Das erklärte John Coates, der Präsident des Cas, auf einer Sitzung des Internationalen Olympischen Komitees in Pyeongchang an diesem Dienstagmorgen. Coates ist zugleich Vizepräsident des IOC.

          Die Sportler, die sich ins Team der „Olympischen Athleten aus Russland“ klagen wollen, hatten vom IOC keine Einladung zu den Spielen erhalten. In einer Mitteilung vom 25. Januar war die frühere französische Sportministerin Valerie Fourneyron dazu zitiert worden, warum den Sportlern – unter ihnen Biathlon Olympia-Sieger und Weltmeister Anton Schipulin, der sechsmalige Shorttrack-Olympiasieger Wiktor Ahn und Langlauf-Weltmeister Sergej Ustjugow – keine Einladung ausgesprochen worden war. Demnach hatte eine von Fourneyron geführte Gruppe unter anderem Hinweise auf die Manipulation von Steroidprofilen, Unregelmäßigkeiten bei der DNA und Unregelmäßigkeiten in biologischen Pässen der Athleten gefunden.

          Kein russisches Team bei den Winterspielen

          Der Olympia-Ausschluss prominenter und in den Wintersport-Weltcups erfolgreicher Sportler hatte zu empörten Reaktionen in Russland geführt. Allerdings hatte sich der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitrij Peskow, bislang zurückhaltend geäußert, so dass unklar war, ob diese Sportler überhaupt klagen würde. Weil das nationale olympische Komitee Russlands vom IOC Anfang Dezember vergangenen Jahres wegen des Betrugs bei den Winterspielen von Sotschi 2014 suspendiert wurde, können russische Sportler in Pyeongchang nur auf Einladung des IOC unter neutraler Flagge als „Olympische Athleten aus Russland“ (OAR) teilnehmen. Bislang werden 168 OAR-Sportler erwartet.

          Das Anhörung soll am Mittwoch vor dem Adhoc-Panel des Cas stattfinden, das am Olympiaort eilbedürftige Fälle in Zulassungsfragen entscheidet. Die Kanadierin Carol Roberts sitzt der Kammer vor, weitere Schiedsrichter sind die Australierin Zali Steggall und der Schweizer Bernhard Welten. Sollte die Klage Erfolg haben, könnte die Eiskunstläuferin Xenia Stolbowa schon am Freitagmorgen im Teamwettbewerb antreten.

          Nicht zur Gruppe der 32 Kläger gehören jene 13 Athleten, die in der vergangenen Woche vor dem Cas eine Aufhebung ihrer lebenslangen Olympiasperren erreichten, die vom IOC auf Grund ihrer vermeintlichen Beteiligung am Doping-Betrug in Sotschi ausgesprochen worden waren. Ihnen hatte die Fourneyron-Gruppe am Montag beschieden, ebenfalls nicht eingeladen zu werden, mit einer ähnlichen Begründung wie sie Ahn, Schipulin, Ustjugow und den anderen 29 Klägern verweigert worden war.

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