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Olympia in Sotschi : IOC untersagt auch Ukraine Trauerflor

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Skirennfahrer Dmytro Mytsak und andere Ukrainer dürfen bei Olympia nicht mit Trauerflor starten Bild: AP

Aus Mitgefühl mit der Lage in ihrer Heimat wollten die ukrainischen Sportler bei Olympia mit Trauerflor starten. Das IOC verbietet dies allerdings. Es ist nicht der erste Fall von Trauerverbot in Sotschi.

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          Nach den Straßenschlachten mit vielen Toten in Kiew hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) den ukrainischen Athleten in Sotschi das Tragen eines Trauerflors untersagt. Ein entsprechender Antrag des ukrainischen NOK-Chefs Sergej Bubka sei mit Hinweis auf geltende Regeln vom IOC abgelehnt worden, teilte das Nationale Olympische Komitee (NOK) der Ukraine am Mittwoch in Kiew mit.

          Der IOC-Spitzenfunktionär und Stabhochsprung-Weltrekordler Bubka wollte mit dem Trauerflor das Mitgefühl der Sportler zum Ausdruck bringen. 43 ukrainische Athleten sind in Sotschi am Start.

          Die in Sotschi vertretenen Athleten der ehemliegen Sowjetrepublik veröffentlichten nach der IOC-Absage eine Erklärung zur Lage in ihrer Heimat.

          „Wir sind schockiert von den Ereignissen in unserem Land. Das Schicksal unserer Familien, Freunde und Verwandten beunruhigt uns. Wir rufen alle Seiten zum friedlichen Dialog auf und unternehmen alles, damit die ukrainische Fahne über dem olympischen Podium weht und die Landeshymne zu Ehren unserer Siege ertönt“, heißt es dort.

          IOC-Spitzenfunktionär und Stabhochsprung-Weltrekordler Sergej Bubka

          In der vergangenen Woche hatte das IOC schon den Norwegern verboten, Trauerflor zu tragen. Nach dem Tod des Bruder der Langläuferin Astrid Jacobsen wollte ihre Mannschaft diesen zum Zeichen des Mitgefühls im Wettkampf tragen. Auch die kanadischen Snowboarderinnen bekamen Post vom IOC. Die Kanadierinnen wollten mit einem Sticker an ihren Helmen an die vor zwei Jahren verstorbene Sarah Burke erinnern, eine der besten Snowboarderinnen der Welt. Das IOC verbot die Aufkleber kurzerhand.

          Der deutsche Biathlet Erik Lesser kritisierte daraufhin das IOC für das weltfremde Trauerverbot: „Wenn man so eine emotionale Sache als Propaganda hinstellt, ist das extrem schade“, sagte der Olympia-Zweite. Er könne die Argumentation des IOC nicht nachvollziehen.

          „Sport kann Brücken bauen“

          Nach der Eskalation der Gewalt in Kiew bekundete IOC-Präsident Thomas Bach den ukrainischen Olympia-Teilnehmern seine Anteilnahme. „Mein Beileid gilt denen, die geliebte Menschen bei diesen tragischen Ereignissen verloren haben. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind beim ukrainischen Team, das eine schwere Zeit erlebt“, ließ der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Mittwoch mitteilen.

          Bach lobte die ukrainischen Sportler dafür, dass sie ihr Land „weiter mit großer Würde“ bei den Winterspielen in Sotschi vertreten. „Ihre Präsenz hier ist ein Beispiel dafür, dass Sport Brücken bauen und dabei helfen kann, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund in Frieden zusammenzubringen.“

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