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IOC warnt Pussy Riot : „Eine Demonstration wäre nicht akzeptabel“

  • Aktualisiert am

Aufmerksamkeit ist ihnen gewiss: Pussy Riot Bild: AFP

IOC-Sprecher Adams warnt Pussy Riot vor Protesten auf dem Olympiagelände. Das IOC dulde keine politischen Statements bei den Wettkämpfen: „Wir sind nicht die Vereinten Nationen.“

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          Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die kremlkritische Punkband Pussy Riot vor Protesten auf dem Olympia-Gelände in Sotschi gewarnt. „Eine Demonstration wäre nicht akzeptabel“, sagte IOC-Sprecher Mark Adams am Mittwoch in der russischen Stadt. Das IOC dulde keine politischen Statements bei den Wettkämpfen. „Wir sind nicht die Vereinten Nationen“, sagte er. Als Beispiel nannte Adams die Homosexuellen-Aktivistin Vladimir Luxuria, die wegen eines Protests aus dem Olympia-Park geworfen worden war.

          Nach der kurzzeitigen Festnahme von Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina von Pussy Riot am Vortag im Zentrum von Sotschi sehe das IOC keinen Handlungsbedarf. „Der Zugriff der Polizei erfolgte nicht in Zusammenhang mit den Winterspielen“, sagte Adams. Außer den Aktivistinnen waren der bekannte Menschenrechtler Semjon Simonow, der die Ausbeutung von Gastarbeitern beim Bau der Olympia-Anlagen kritisiert, sowie mehrere Journalisten festgenommen worden. Der Zugriff sei „brutal und grundlos“ erfolgt, hatte Aljochina gesagt.

          Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte das IOC mit Nachdruck aufgefordert, sich einzuschalten. Menschenrechtler kritisieren massiven Druck auf Aktivisten rund um die Wettkämpfe in Sotschi, die als Prestigeprojekt von Kremlchef Wladimir Putin gelten.

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