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Spionage bei Olympia in China? : Ab in die Schrottpresse

Wer sieht, wer hört mit? Fragen, die sich einige Nationen vor den Winterspielen in China stellen. Bild: AP

Deutsche Wintersport-Athleten sollen ihre Handys nicht nach Peking zu den Olympischen Spielen mitnehmen, die Niederländer wollen ihre Telefone nach der Rückkehr sogar zerstören. Und das IOC? Schweigt.

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          Vertrauen ist das Wichtigste in jeder Beziehung, aber bei den bevorstehenden Winterspielen könnten auch Paartherapeuten überfordert sein. Briten, Amerikaner und Deutsche trauen den chinesischen Olympia-Ausrichtern so wenig über den Weg, dass sie ihren Sportlern nahelegen, ihre Handys zu Hause oder zumindest ausgeschaltet zu lassen.

          Die Niederländer lassen ihren Athleten gar keine Wahl: Keine Chance für Chinas Spione, Oranje reist ausschließlich mit Mobilgeräten an, die anschließend verschrottet werden.

          Und wie reagiert das Internationale Olympische Komitee auf den Misstrauensbeweis gegenüber den Gastgebern, die es den Sportlern in aller Welt vorgesetzt hat? Kein Kommentar, hieß es bei einer Fragerunde in dieser Woche.

          Kein Grund zur Aufregung. War doch unmissverständlich. Und vielleicht sogar ein Vertrauensbeweis – gegenüber China. Wenn das in den nächsten Wochen so weitergeht, gibt es am Ende der Spiele vielleicht einen Orden. Oder eine Umbenennung. In Internationales Nachbarschaftskomitee.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

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