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Die olympische Abfahrts-Piste : Gebaut aus dem Nichts

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Pistenarchitekt Russi: „Picasso des Abfahrtsrennsports“ Bild: dpa

Pistenarchitekt Bernhard Russi aus der Schweiz, selbst alpiner Olympiasieger, schlug sich durchs Gestrüpp und entwarf eine Strecke, die eine Art ’Best of’ der Abfahrten dieser Welt ist.

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          Am Anfang der Abfahrtsstrecke für die Herren stand: Nichts. Olympiasieger Bernhard Russi aus der Schweiz, seit den 1980er Jahren Pistenarchitekt, musste sich mit Karte und Kompass vor sieben Jahren durch das Gestrüp im Kaukasus schlagen. Stück für Stück entstand bei seinen Besuchen die Olympia-Abfahrt für Bode Miller, Aksel Lund Svindal und Co.

          „Das Schlussdrittel ist extrem. Wem da das Abfahrerherz nicht juchzt, dann ist er kein Abfahrer“, versprach der 64-Jährige. „Ich kannte die Gegend bereits von Kartenmaterial, das mir zur Verfügung gestellt worden war. Ich wusste: Das Gebiet ist nicht unattraktiv.“

          „Wem da das Abfahrerherz nicht juchzt, dann ist er kein Abfahrer“ Bilderstrecke

          Vom französischen Ski-Idol Jean-Claude Killy bekam Russi den Spitznamen „Picasso des Abfahrtsrennsports“ verpasst. Sein Werk am „Rosa Chutor Alpinzentrum“ ist 3495 Meter lang. Vom Startpunkt „Toboggan“ auf 2045 Metern Höhe über das „Russian Trampoline“ und die „Bear’s brow“ geht es am Sonntag nach dem „Deer Jump“ in etwas mehr als zwei Minuten Fahrtzeit und 1075 Höhenmetern ins Ziel.

          Von den Spitzenfahrern gab es einiges Lob. „Das ist die schwerste Strecke der Saison, dieser Berg testet einen Rennfahrer“, sagte der amerikanische Skistar Bode Miller. Der Österreicher Max Franz brachte es auf den Punkt: „Auf dieser Abfahrt ist alles gefragt, es ist eine Art ’Best of’ der Abfahrten dieser Welt.“

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