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Ski alpin : Schweizer Goldreserve

  • Aktualisiert am

Schweizer Überflieger: Sandro Villeta Bild: REUTERS

Sandro Viletta wird Olympiasieger in der Super-Kombination. Der favorisierte Kroate Ivica Kostelic rettet auf dem Kurs, den sein Vater gesetzt hat, Silber.

          Der Schweizer Skirennfahrer Sandro Viletta ist überraschend Olympiasieger in der Super-Kombination. Viletta fuhr am Freitag nach Rang 14 in der Abfahrt im Slalom nach ganz nach vorn. In 2:45,20 Minuten lag der 28-Jährige in Krasnaja Poljana 34 Hundertstelsekunden vor dem Kroaten Ivica Kostelic. Dessen Vater Ante hatte den schwierigen Slalom gesetzt.

          Kostelic galt wegen seiner starken Abfahrt am Morgen als Gold-Favorit. Rang drei ging an den Italiener Christof Innerhofer, der bei diesen Winterspielen bereits Abfahrts-Bronze gewonnen hatte. Deutsche hatten sich für die Super-Kombination nicht qualifiziert.

          Viletta holte bei den Winterspielen von Sotschi das zweite Schweizer Gold nach Abfahrerin Dominique Gisin. Er hatte bislang im alpinen Weltcup Sandro Viletta erst einen Sieg eingefahren (2011 im Super-G in Beaver Creek)* und mit Platz vier bei der Super-Kombination in Wengen vorigen Monat aufhorchen lassen. Viletta ist der erste Schweizer Kombinations-Olympiasieger überhaupt.

          Bis auf Kostelic hatten die anderen Favoriten mit dem Rennausgang nichts zu tun. Alexis Pinturault schied kurz vor dem Slalom-Ziel aus. Vancouver-Olympiasieger Bode Miller konnte nach schwächerer Abfahrt im Slalom kaum Boden gut machen und wurde Sechster. Kombinations-Weltmeister Ted Ligety aus den Vereinigten Staaten verpasste als Zwölfter die Top Ten.

          Beste Aussichten nach der Abfahrt: Ivica Kostelic

          * In einer vorherigen Version hatten wir geschrieben, dass Viletta noch keinen Weltcup gewann. Das stimmt nicht. Wir haben den Fehler korrigiert.

          Ski alpin, Herren, Kombination

          Gold: Sandro Viletta (Schweiz)  2:45,20 Min. (Abfahrt 1:54,88 Min./Slalom 50,32 Sek.)
          Silber: Ivica Kostelic (Kroatien) 2:45,54 (1:54,17/51,37)
          Bronze: Christof Innerhofer (Italien) 2:45,67 (1:54,30/51,37)
          4. Kjetil Jansrud (Norwegen) 2:46,26 (1:53,24/53,02); 5. Adam Zampa (Slowakei) 2:46,34 (1:56,23/50,11); 6. Bode Miller (USA) 2:46,60 (1:54,67/51,93); 7. Ondrej Bank (Tschechien) 2:46,84 (1:53,38/53,46); 8. Aksel Lund Svindal (Norwegen) 2:46,88 (1:53,94/52,94) und Carlo Janka (Schweiz) 2:46,88 (1:54,42/52,46); 10. Natko Zrncic-Dim (Kroatien) 2:47,06 (1:55,26/51,80) (keine deutsche Beteiligung)

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