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Olympia 2018 : Warum gemischtes Curling so attraktiv ist

  • -Aktualisiert am

„Ich liebe es“: Kaitlyn Lawes (links) mit ihrem Curling-Partner John Morris. Bild: EPA

Curling wirkt oft wie eine ermüdende Meditationsübung. Zu lange dauern die Spiele, zu langweilig ist das Geschiebe mit den schweren Steinen. Doch jetzt gibt es eine neue Variante, die für große Begeisterung sorgt.

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          Vielleicht liegt es an ihrem Beruf, oder an ihrer Berufung. In jedem Fall strahlt die Kanadierin Kaitlyn Lawes Begeisterung für ihren Sport aus. „Jede Menge Spaß“, sagt die 29-Jährige, mache ihr die neue Spielform des Curlings. Mixed Doubles: ein Mann, eine Frau, weniger Steine, mehr Tempo. „Ich liebe es.“

          Kaitlyn Lawes ist Motivationsrednerin, wenn sie nicht gerade Curling spielt. Das mag ihre Begeisterung ein wenig relativieren. Andererseits ist sie eine Meisterin ihres sportlichen Fachs. Die zierliche, nur 1,60 Meter große Nordamerikanerin war 2014 Olympiasiegerin mit dem klassischen Viererteam. Und nun steht sie nach einer fast makellosen Vorrunde mit sechs Siegen in sieben Spielen und einem glatten 8:4 gegen Norwegen im Halbfinale sogleich im Mixed-Endspiel an diesem Dienstag (12.05 Uhr MEZ im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia und bei Eurosport) gegen die Schweiz. Ihr Spielpartner John Morris ist ähnlich hoch dekoriert. Er gewann 2010 Olympia-Gold, zu Hause in Vancouver. Morris ist ein gutaussehender Typ mit sportlicher Figur, was nicht von allen Curlern gesagt werden kann, Dreitagebart, ein Kerl zum Anlehnen. Von Beruf Feuerwehrmann. Einer, der da ist, wenn es brennt.

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