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Medaillenpanne bei Olympia : Männer oder Frauen? Egal!

Die Medaillen für die Spiele in Südkorea. Bild: Imago

Die amerikanischen Curler gewinnen erstmals Gold bei Olympia. Doch sie müssen die Medaillen kurz darauf wieder abgeben. Eine kuriose Verwechslung.

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          Die Verwunderung steht ihnen allesamt ins Gesicht geschrieben, den amerikanischen Curling-Olympiasiegern, kurz nachdem sie die Auszeichnung für ihren Erfolg bei den Winterspielen in Südkorea erhalten haben: Irgendetwas scheint nicht zu stimmen mit den Medaillen, die ihnen da um den Hals baumeln. Sind sie richtig am blauen Stoffband befestigt? Ist das Material verkratzt? Hat man ihnen gar das falsche Edelmetall umgehängt, etwa Silber oder Bronze?

          Nur wenige Momente zuvor hatten sie in einem sehenswerten Finale die favorisierten Schweden vor etwa 3000 Zuschauern – darunter der schwedische König Carl Gustaf und Ivanka Trump, Tochter des Präsidenten der Vereinigten Staaten – mit 10:7 besiegt und waren zum ersten Mal überhaupt in dieser Sportart auf dem ersten Platz gelandet.

          Doch die amerikanischen Curler haben zwar die Goldmedaille, offensichtlich auch in einem tadellosen Zustand, aber eben nicht die richtige erhalten. Es war stattdessen die Auszeichnung, die eigentlich für das Finale der Frauen vorgesehen war.

          Bei den Winterspielen wird jede Medaille mit einer zusätzlichen Prägung versehen, die sich auf den Wettkampf bezieht, in dem sie vergeben wird. Ganz offensichtlich sind die Organisatoren am vorletzten Wettkampftag da ein bisschen durcheinandergeraten zwischen „Männern“ und „Frauen“, die nacheinander ihr Finale in der Curling-Arena in Gangneung austragen. Kann passieren, möchte man sagen. Kurios ist es dennoch.

          Lange hat es allerdings nicht gedauert, bis die Curler die richtigen, für sie vorgesehenen Medaillen nachgereicht bekamen – und ihre alten wieder zurückgegeben müssen. „Alle machen Fehler, nun haben wir unsere richtige“, meinte Second Matt Hamilton. Allerdings ist anzunehmen, dass sie wohl auch diese behalten hätten. Denn ob nun „Männer“ oder „Frauen“, der Erfolg bleibt der Gleiche. Und das ist es doch, was am Ende zählt.

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