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Eishockey : Russen, Tschechen, Letten, Slowenen

  • Aktualisiert am

Selten gezaubert, aber gewonnen: Alexander Owetschkin Bild: dpa

Gastgeber Russland hat sich nach einer Strafrunde ins Viertelfinale des olympischen Eishockey-Turniers gemüht. Vizeweltmeister Schweiz scheitert überraschend. Auch Österreich ist raus.

          2 Min.

          Mit Mühe haben die russischen Eishockey-Superstars die größte Blamage ihrer olympischen Geschichte abgewendet. Gegen Norwegen rackerte sich die „Sbornaja“ am Dienstag zu einem meist glanzlosen 4:0-Erfolg und qualifizierte sich damit für das Viertelfinale gegen Finnland.

          Vizeweltmeister Schweiz scheiterte überraschend mit 1:3 gegen Lettland. Die Tschechen setzten sich im „Bruderduell“ gegen die Slowakei mit 5:3 durch. Weiter ist nach einem 4:0 über Österreich auch Slowenien.

          Im Viertelfinale kommt es nun am Mittwoch zu den Duellen Russland gegen Finnland, Tschechien gegen die Vereinigten Staaten, Slowenien gegen Schweden und Lettland gegen Olympiasieger Kanada.

          Enttäuschende Russen wollen weiterhin Gold

          Ohne Glanz haben die russischen Eishockey-Superstars die größte Blamage ihrer olympischen Geschichte abgewendet. Gegen personell geschwächte Norweger gelang der „Sbornaja“ ein mühsamer 4:0 (0:0, 2:0, 2:0)-Erfolg. Die nur von den Namen her beeindruckenden Sturmreihen um Alexander Owetschkin blieben in Sotschi ein weiteres Mal einfallslos und konnten sich ausgerechnet bei Alexander Radulow bedanken. Bei zwei Einzelaktionen traf der umstrittene Profi von ZSKA Moskau zum 1:0 (25.) und bereitete das zweite Tor von Ilja Kowaltschuk vor (38.), ehe er auch zum 3:0 ins leere Tor des Außenseiters einschoss (59.). „Heute ist er dynamisch und effizient aufgetreten“, sagte Trainer Sinetula Biljaletdinow, „ich kann nichts Negatives sagen.“ Alexej Tereschtschenko stellte den Endstand (60.) her.

          Mann des Spiels: Alexander Radulow erzielte zwei Tore für die Russen Bilderstrecke
          Mann des Spiels: Alexander Radulow erzielte zwei Tore für die Russen :

          Wie schon bei der 2:3-Niederlage gegen die Vereinigten Staaten im Penaltyschießen als auch beim schwachen 1:0 gegen die Slowakei ebenfalls im Shootout fanden die Russen nur ganz selten den direkten Weg zum Tor. Immer wieder bissen sich die Hausherren vor 11.423 Zuschauern im „Bolschoi“-Dom an der Defensive der tapfer verteidigenden Skandinavier fest. „Wir haben Fehler gemacht, vor allem in der Vorwärtsbewegung“, sagte Owetschkin. Dass er selbst ohne Treffer und Vorlage blieb, störte ihn offenbar nicht. „Es geht hier nicht um Statistiken, nicht um Torjäger-Ranglisten oder Scoring-Titel. Hier geht es einzig und allein um Gold.“

          Größter Erfolg für Slowenien

          Zuvor hatten die Slowenen ihren bisher größten internationalen Erfolg gefeiert. Die Mannschaft mit sieben Profis aus der Deutschen Eishockey-Liga gewann ihr Qualifikationsspiel gegen Österreich mit 4:0 (2:0, 1:0, 1:0) und erreichte erstmals das Viertelfinale eines bedeutenden internationalen Turniers. „Gegen Österreich zu gewinnen, so etwas wie unser schärfster Rivale, ist gigantisch“, sagte Ziga Jeglic vom ERC Ingolstadt. Die Österreicher verpassten den Coup. „Wer weiß, ob wir je wieder so eine Chance bekommen“, klagte NHL-Stürmer Michael Grabner.

          Vizeweltmeister verpasst Viertelfinale

          Auch Vizeweltmeister Schweiz ist überraschend schon in der Qualifikationsrunde zum Viertelfinale gescheitert. Die Eidgenossen verloren 1:3 (0:2, 1:0, 0:1) gegen Qualifikant Lettland.  Oskars Bartulis (9. Minute) und Lauris Darzins (12.) trafen früh für den Außenseiter, der Anschlusstreffer durch Martin Plüss (36.) reichte den Schweizern nicht. Darzins traf eine Minute vor Schluss zur Entscheidung ins leere Tor.

          Tschechen gewinnen „Bruderduell“

          Die tschechische Nationalmannschaft steht nach einem Zittersieg über die Slowakei im Viertelfinale. Das Team um Altstar Jaromir Jagr setzte sich am Dienstag im „Bruderduell“ mit 5:3 (3:0, 1:1, 1:2) durch. In der „Schajba“-Halle sorgten Ales Hemsky (7. Minute), Roman Cervenka (8./36.) und David Krejci (18.) für die nur vermeintlich beruhigende 4:0-Führung. Die anfangs klar unterlegenen Slowaken machten es durch einen Doppelschlag von Marian Hossa (39./48.) und Tomas Surovy (49.) wieder spannend. Kurz vor Schluss traf Tomas Plekanec zur Entscheidung ins leere Tor.

          Eishockey, Männer-Finalrunde

          Viertelfinal-Qualifikation
          Slowenien - Österreich 4:0 (2:0,1:0,1:0)
          Russland  - Norwegen 4:0 (0:0,2:0,2:0)
          Schweiz  - Lettland 1:3 (0:2,1:0,0:1)
          Tschechien - Slowakei 5:3 (3:0,1:1,1:2)

          Viertelfinale (Mittwoch, 19.02.2014)
          Schweden - Slowenien (09.00 Uhr)
          Finnland - Russland (13.30)
          USA  - Tschechien (18.00)
          Kanada  - Lettland (18.00)

          Halbfinale (Freitag, 21.02.2014)
          Schweden/Slowenien - Finnland/Russland  (13.00)
          USA/Tschechien - Kanada/Lettland (18.00)

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