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Karriereende nach Olympia? : Claudia Pechstein „will nichts ausschließen“

Artistisch durch die Ehrenrunden: Claudia Pechstein nach dem finale im Massenstart der Frauen bei den Olympischen Spielen in Peking Bild: dpa

Zum Olympia-Abschluss der Eisschnellläufer erreicht Claudia Pechstein das beste Resultat der deutschen Frauen bei diesen Winterspielen. Fragen nach ihrem Karriereende weicht sie anschließend entschieden aus.

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          Sie kostete das Erlebnis in vollen Zügen aus. Das letzte Rennen lag über eine Stunde zurück. Durch die Glasfront im National Speed Skating Oval war zu sehen, dass die Dunkelheit längst hereingebrochen war, als sich Claudia Pechstein weiterhin mit einem Wettkampf beschäftigte, der früher am Tag bei strahlendem Sonnenschein über Peking begonnen hatte. Sie nahm sich ausgiebig Zeit, um Selfies zu machen, Videos zu drehen und eingehende Nachrichten auf ihrem pausenlos bimmelnden Handy zu beantworten. Die Eismeister der Arena schossen bereits Erinnerungsfotos und erste Abbauarbeiten läuteten das Ende dieser Winterspiele ein, da sprach die Berlinerin noch immer über einen Auftritt, bei dem sie sportlich nicht hatte glänzen können, der sie aber happy machte, wie sie betonte. „Ich habe mein Ziel erreicht“, sagte Pechstein am Samstagabend, „und hier gezeigt, dass ich noch leistungsfähig bin.“

          Olympische Winterspiele 2022
          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Pechstein, die an diesem Dienstag zuhause in der deutschen Hauptstadt im kleinen Kreis ihren 50. Geburtstag feiert, nahm, als die Siegerehrung abgeschlossen und die Niederländerin Irene Schouten für ihren nächsten Triumph mit frischem Lorbeer und dem Maskottchen Bing Dwen Dwen als Andenken beglückt worden war, ebenfalls eine tragende Rolle ein: Sie trug neun Medaillen, die ihr zuerst um den Hals gebaumelt hatten, durch die Katakomben. Bei den glänzenden Plaketten handelte es sich um ein Geschenk, mit dem Dirk Schimmelpfennig in seiner Rolle als Chef de Mission im „Team D“ ihr eine Freude bereitete. Die Idee dazu hatte Teamarzt Gerald Lutz. Pechstein zeigte sich begeistert über die „tolle Überraschung. Das ist einfach auch mal ein Weg, danke zu sagen vom deutschen Sport“.

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