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Olympische Spiele : Skiverband nominiert 50 Athleten und fordert 15 Medaillen

  • Aktualisiert am

Hoffnungsträger Hannawald: Skispringer für Medaillen zuständig Bild: dpa

Der deutsche Skiverband erwartet von seinen Athleten 15 Medaillen bei den Olympischen Winterspielen.

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          Der deutsche Skiverband (DSV) hat 18 Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele seine Kandidaten für Salt Lake City vorgeschlagen. Sie sollen am Freitag vom Nationalen Olympischen Komitee für Deutschland (NOK) in der zweiten Nominierungsrunde bestätigt werden.

          Nach Wunsch von DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller sollen die DSV-Athleten 15 Medaillen gewinnen. Die Umsetzung dieser Zielvorgabe wird auf den Schultern von gut 50 Sportlern aus den Bereichen Alpin (Ziel: zwei Medaillen), Nordisch (sechs bis sieben), Snowboard (eine) und Biathlon (vier bis fünf) liegen. Bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano hatten die Skifahrer 13 der insgesamt 29 deutschen Medaillen gewonnen.

          Springende „Flaggschiffe" um Sven Hannawald

          „Die Skispringer sind unser Flaggschiff. Sven Hannawald ist extrem stark, bei Martin Schmitt geht es wieder aufwärts. Da muss man eine Medaille in der Mannschaft und ein bis zwei im Einzel erwarten“, erklärte Pfüller im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst.

          Entsprechenden Aufwind für die erhofften Medaillen holen sich Hannawald, Schmitt und Co. ab Freitag in einem Trainingslager an einem geheimen Ort - wie vor der mit vier Medaillen überragenden WM 2001 in Lahti. „Geplant sind Ruhe vor der Öffentlichkeit, viele Sprünge und Materialtests“, erklärte Bundestrainer Reinhard Heß.

          In jedem Biathlon-Rennen eine Medaillenchance

          Neben den Skispringern sind laut Pfüller die Biathleten und die wieder erstarkten Kombinierer die großen olympischen Medaillenhoffnungen: „Im Biathlon gibt es acht Rennen, da haben wir in jedem eine Medaillenchance. Viermal Edelmetall könnten es am Ende schon werden.“ Die Skijäger um den dreimaligen Olympiasieger Ricco Groß bereiten sich im kanadischen Trainingslager Silver Star auf Olympia vor - besonders die Staffeln gelten als Goldfavoriten.

          Auch die vom fünfmaligen Saisonsieger Ronny Ackermann angeführten Kombinierer kämpfen laut Pfüller in jeder ihrer drei Olympia-Entscheidungen um eine Medaille: „Alles andere wäre tiefgestapelt.“

          Keine großen Hoffnungen bei den Alpinen

          „Sorgenkinder“ sind die Alpinen, vor vier Jahren in Japan mit sechs Plaketten noch die größten Medaillensammler im DSV. „Der Alpinbereich bereitet mir die größten Kopfschmerzen, auch weil er in der Außenwirkung so eine große Rolle spielt. Wenn mein Wunschtraum von zwei Medaillen in Erfüllung ginge, wäre ich überglücklich“, so Pfüller.

          Bei den Damen macht wenigstens Hilde Gerg in Abfahrt und Super-G Hoffnung, auch die in einer Schaffenskrise steckende Martina Ertl ist in der Kombination noch nicht gänzlich abgeschrieben. Bei den alpinen Männern ist dagegen erstmals in der Olympia-Geschichte in Markus Eberle nur ein deutscher Starter vorgesehen. Alois Vogl - am Dienstag im Nachtslalom von Schladming- sowie Max Rauffer und Stefan Stankalla - bei den beiden Super-G am Wochenende in Garmisch-Partenkirchen - erhalten nachträgliche Chancen zur Olympia-Qualifikation.

          Langläufer und Snowboardfahrer mit Überraschungspflicht

          Von den Langläufern und Snowboardfahrern erwartet Pfüller „je eine positive Überraschung" - sprich je eine Medaille. Für die sollen im Langlauf Junioren-Weltmeister Axel Teichmann oder die Männer-Staffel sorgen. Im Snowboard sieht Pfüller die deutschen Halfpipe- und Riesenslalom-Artisten in jeder Entscheidung „mit einer guten Podestchance“. Keinen deutschen Starter gibt es im Freestyle.

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