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Abfahrt ist ausgefallen : „Da kannst nix machen“

  • -Aktualisiert am

Schneegestöber auf der olympischen Piste Bild: dpa

Die Gondel steht, der Wind pfeift. Die Abfahrt der Herren fällt aus. Die deutschen Skiläufer finden die Entscheidung richtig, obwohl ihre Vorfreude groß war. Es gibt auch schon einen Alternativplan.

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          „Mei“, sagt Thomas Dreßen zur Entscheidung, dass die Abfahrt der Herren an diesem Sonntag abgesagt wurde: „Freilich ist es schad‘“. Er sei voll motiviert gewesen „und hab mich schon richtig gefreut aufs Rennen.“ Aber auf das Wetter, so die ultimative Aussage des deutschen Skirennläufers: „haben wir Athleten keinen Einfluss. Da kannst nix machen.“

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          Der Wind blies am Sonntagfrüh mit über hundert Stundenkilometern über die Piste am Jeongseon Alpine Center. An ein Skirennen unter fairen Bedingungen war nicht zu denken, und die Vorhersage verhieß keine Besserung. Nicht einmal die Gondel konnte fahren. Deshalb blies die Jury schon um acht Uhr Ortszeit, drei Stunden vor dem angesetzten Starttermin die Olympia-Ouvertüre der alpinen Skiläufer ab.

          Zur Erleichterung der Betroffenen: „Ich hab mir gewünscht, die Abfahrt nicht bei unfairen Bedingungen fahren zu müssen“, erklärte Andreas Sander und war zufrieden mit der Entscheidung. Auch der deutsche Cheftrainer Mathias Berthold war sehr einverstanden: „Es ist sicherlich gut, dass diese Abfahrt heute nicht gefahren wird.“ Er bekannte: „Der freie Tag kommt uns heute ganz gelegen.“ Die Jungs, womit er neben Dreßen und Sander noch Josef Ferstl und Linus Strasser meinte, „haben ein hartes Programm hinter sich. Jetzt können sie einen Tag frei machen.“

          Der neue Zeitplan steht auch schon fest, nachdem sich die Jury um Renndirektor Markus Waldner umgehend beraten hatte. Die Abfahrt soll nun am Donnerstag (3 Uhr MEZ im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia und bei Eurosport1) gestartet werden. Der an diesem Tag eigentlich angesetzte Super-G wird auf den als Ersatztag eingeplanten Freitag (3 Uhr) geschoben. Somit startet das Herren-Programm mit der Kombination am Dienstag (3.30). „Da ist auch eine Abfahrt dabei“, sagte Dreßen lachend und kündigte an, nach dem sonntäglichen Ruhetag am Montag erst mal Slalom zu trainieren.

          Trotz des Ausfalls des eigenen Rennens ist Thomas Dreßen schon voll im Olympia-Fieber: Den Biathlon-Sprint und den Olympiasieg für Laura Dahlmeier hatte er sich am Samstag noch angeschaut. „Ich hab richtig mitgefiebert und mich riesig gefreut für die Laura, dass sie gleich im ersten Rennen die Goldmedaille gewonnen hat.“

          Vom goldenen Resultat im Skispringen erfuhr er dann erst am Morgen, da es in der Nacht doch sehr spät geworden war. Eine gute Nachricht beim Einschlafen, eine beim Aufmachen – „deshalb habe ich mich schon so aufs Rennen gefreut“. Aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben.

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