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Heiratsantrag bei Olympia : „Ich dachte nur: Oh mein Gott“

  • Aktualisiert am

Ja! Säbelfechterin Maria Belen Perez Maurice (rechts) und ihr Trainer Lucas Guillermo Saucedo heiraten bald. Bild: Reuters

Der deutsche Fußballspieler Max Kruse war Vorreiter. Vor der TV-Kamera machte er seiner Freundin einen Heiratsantrag. Nun zieht ein Trainer nach – und überrascht damit seine traurige Sportlerin.

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          Fußballprofi Max Kruse sorgte mit seinem Heiratsantrag live im TV-Interview für einen unvergesslichen Moment in der deutschen Olympia-Mannschaft. Jetzt legte das argentinische Team nach: Nachdem Säbelfechterin Maria Belen Perez Maurice am Montag in Tokio früh ausschied, überraschte sie ihr Partner und Trainer Lucas Guillermo Saucedo ebenfalls vor laufender TV-Kamera mit einem Antrag.

          Während Perez Maurice mit Reportern sprach, tauchte Saucedo hinter ihr auf mit einem handgeschriebenen Zettel in den Händen, auf dem die Frage aller Fragen stand. Als sie es realisierte, fiel Perez Maurice ihrem Freund überglücklich in die Arme und sagte ja. „Die Presse sagte mir, ich solle mich umdrehen. Ich habe alles vergessen. Ich dachte nur: Oh mein Gott“, sagte Perez. „Wir lieben uns so sehr und wir wollen unser Leben zusammen verbringen.“

          In Buenos Aires wollen sie nun mit einem großen Barbecue feiern, wie sie erzählte. Saucedo verriet, es sei sein zweiter Versuch gewesen, nachdem er 2010 während der WM noch „abgeblitzt“ war. „Ich liebe sie und als sie das Match verlor, war sie sehr traurig. In dem Moment habe ich das auf das Papier geschrieben“, sagte Saucedo. Wenn sie gewonnen hätte, hätte er noch gewartet.

          Fußballspieler Kruse hatte nach dem Sieg der deutschen Olympia-Auswahl über Saudi-Arabien mit einem Heiratsantrag an seine Freundin Dilara vor laufender TV-Kamera überrascht. Der 33 Jahre alte Kapitän montierte im ARD-Interview am Sonntag in Yokohama erst das Mikrofon vom Ständer, zeigte ein T-Shirt mit Aufschrift – und kniete dann nieder.

          „Wir sind ja schon ein paar Monate zusammen, fast ein Jahr. Falls du das lesen kannst, frage ich dich, ob du meine Frau werden willst“, sagte Kruse breit lächelnd – und verkündete später mit einem „She said YES“ bei Instagram strahlend die Einwilligung, dazu lief ein Video aus dem Mannschaftsbus mit Kruse und seinen ebenfalls übermütig singenden Teamkollegen.

          Zuvor hatte der Profi von Union Berlin erklärt, dass er die ganze Aktion eigentlich nach einem Tor geplant habe, aber er nicht wisse, ob er noch eines beim Turnier schieße. Die deutschen Fußballer hatten zuvor bei den Sommerspielen von Tokio mit dem 3:2 gegen Saudi-Arabien ihren ersten Sieg gefeiert und ihre Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale gewahrt.

          Kruse brauchte nach dem Heiratsantrag mehr Geduld, als ihm lieb war. „Da die ARD direkt zum Schwimmen geschaltet hat, war das alles nicht live. Daher hat es bestimmt 20, 25 Minuten gedauert, bis es zu ihr durchgedrungen ist“, sagte er im Olympia-Podcast der Sportschau über seinen Kniefall von Yokohama. Erst bei der Rückkehr ins Teamhotel habe er das erste Mal mit seiner Verlobten Dilara telefonieren können.

          Für Kritik an der Art und Weise des Antrags hatte Kruse wenig Verständnis. „Natürlich hat auch der eine oder andere gesagt, dass ich ja 9000 Kilometer entfernt bin und man so etwas persönlich macht. Aber ich glaube, ich kenne meine Verlobte am besten und weiß, was sie glücklich macht. Die Reaktionen waren zu 95 bis 99 Prozent überragend. Und das war genau das, was ich auch wollte“, sagte er.

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