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Olympia in Tokio : Die lange Liste der Skandale und Probleme

Ringe in Tokio: Japans Probleme mit den Spielen dauern an. Bild: Imago

Olympia-Chef Yoshiro Mori räumt nach der abfälligen Äußerung über Frauen seinen Posten. Es ist der vorerst letzte Eklat in einer langen Reihe von Skandalen, Missgeschicken und Problemen, die sich um die Spiele von Tokio ranken.

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          Eine Woche hat es gedauert, bis der Chef der Olympischen Spiele in Tokio, Yoshiro Mori, die Konsequenz aus seiner abfälligen Bemerkung über Frauen zog. Am Freitag erklärte Mori in einem kurzen Auftritt vor Journalisten, dass er seinen Rücktritt angeboten habe. „Meine unangemessene Bemerkung verursachte viel Verwirrung“, sagte Mori und bat um Entschuldigung. Das Wichtigste sei, die Spiele im Juli abzuhalten, sagte Mori. „Ich kann diesem Ziel nicht im Wege stehen.“

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Vergangene Woche hatte der 83 Jahre alte frühere Ministerpräsident auf einer Sitzung des Japanischen Olympischen Komitees geklagt, dass Sitzungen mit Frauen sich in die Länge zögen, weil die miteinander konkurrierenden Frauen alle sprechen wollten. Die unfreundliche Bemerkung hatte in Japan und international einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen.

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