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Olympia-Bewerbungen : Das Scheitern der Deutschen

Wieder nichts: Die Jugend der Welt kommt wie schon 2012 (Foto) auch 2032 nicht nach Rhein-Ruhr. Bild: Picture-Alliance

Die deutsche Bewerbungsarie um Olympia erzählt über Jahrzehnte vom Verlieren am laufenden Band. Warum tut sich die Sportführung, im Gegensatz zu ihren Athleten, so schwer im Wettbewerb um die Spiele?

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          Brisbanes Erfolg eine Überraschung und die deutsche Initiative aus dem Rennen? Die am Mittwoch bekanntgegebene Vorauswahl des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für die Sommerspiele und die Paralympischen Spiele 2032 war seit einigen Monaten abzusehen, unter den Gestaltern des deutschen Sports seit Wochen erkennbar. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) spricht von einer Enttäuschung.

          Anno Hecker
          Verantwortlicher Redakteur für Sport.
          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Die Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, Dagmar Freitag, verweist auf das immer gleiche Spiel des Führungszirkels im Olymp: „Das Auswahlsystem, von IOC-Präsident Thomas Bach als ,kostengünstiger und unpolitischer, zudem jegliche unzulässige Einflussnahme verhindernd‘ gepriesen, ist aus meiner Sicht an Intransparenz kaum noch zu überbieten. Damit werden die anderen Interessenten nun zu Statisten, darunter die Region Rhein-Ruhr, die lange drauf vertraut hat, dass das in der IOC-Agenda 2020 beschriebene Primat der Nachhaltigkeit tatsächlich eine Rolle für die Entscheidung spielen würde.“

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