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Tokio und die Spiele : Eine Coronawelle für jeden Ring

Gut bewacht: Polizisten schützen die Eröffnungsfeier. Bild: Reuters

Stadtautobahn teurer, Staus anderswo länger – und sehr viel Unverständnis über die Westler, die zur Eröffnungsfeier drängen: Wie Tokio mit den Olympischen Spielen ringt.

          4 Min.

          Am Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele sind die U- und S-Bahnen Tokios weitgehend leer. Es ist ein langes Vier-Tage-Wochenende für die Japaner. Zwei Feiertage hatte die Regierung auf den Beginn der Spiele umgelegt: den Tag des Sports und den Tag des Meeres, damit die Menschen die Eröffnung der Spiele feierlich begehen konnten. Und damit der übliche Berufsverkehr aus der Innenstadt von Tokio herausgehalten wird. Doch in die Stadien dürfen die Menschen wegen Covid nicht, und in die Büros müssen sie nicht. So ist die Innenstadt leerer als sonst.

          Patrick Welter
          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Den Veranstaltern der Spiele ist das nur recht. Sie sind besorgt, dass die olympischen Gäste im Verkehr der Großstadt stecken bleiben könnten. Auf den wichtigsten Straßen sind mit – in Erinnerung an Kirschblüten – pinkfarbenen Markierungen olympische Fahrspuren abgetrennt. Damit nicht genug. Um die Staus auf den meist zweispurigen Stadtautobahnen zu verkürzen, wurde der Preis für die Straßennutzung für die Dauer der Spiele um 1000 Yen (7,70 Euro) angehoben.

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