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IOC-Vollversammlung : Bach erhält große Zustimmung

  • -Aktualisiert am

Das sieht gut aus: IOC-Präsident Thomas Bach erhält Unterstützung. Bild: AFP

Die Vollversammlung des IOC steht nach der Entscheidung, Russland nicht komplett von Olympia auszuschließen, hinter Präsident Bach. Für eine andere Entscheidung erhält er aber keine Zustimmung.

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          Die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) steht nahezu geschlossen hinter ihrem Präsidenten Thomas Bach und der Entscheidung des von ihm angeführten Exekutivkomitees, die russische Mannschaft nicht komplett von den Olympischen Spielen in Rio auszuschließen. Nach einer ungewöhnlich langen, kontroversen Debatte drückte nur eines von 86 anwesenden Mitgliedern seinen Dissens aus, der ehemalige Skeleton-Pilot Adam Penilly aus Großbritannien.

          Evi Simeoni

          Sportredakteurin.

          „Der Pfeil ist bereits vom Bogen geschossen“, sagte Bach-Kritiker Richard Pound. Er ist Verfasser eines der beiden Berichte, die dem russischen Staat ein systematisches Dopingsystem nachwiesen und forderte eine außerordentliche Session nach den Spielen: „Wie gehen wir mit einer Bedrohung um, die vom Dopingsystem eines Staates ausgeht?“ Bach stellte diese Vollversammlung in Aussicht.

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          Alexander Schukow, Politiker und Chef des Russischen Olympischen Komitees hingegen betonte, dass nicht der Doping-betrug seines Landes das Problem sei, sondern die Feindseligkeit politischer Blöcke. Er lobte die IOC-Exekutive, dem Druck widerstanden zu haben, Russland komplett auszuschließen. Von Schuldbewusstsein oder Verlegenheit wegen des nach einem Bericht des kanadischen Jura-Professors Richard McLaren unternommenen Dopingbetrug war nicht die Rede. Für die Nicht-Zulassung der russischen Informantin Julija Stepanowa erhielt Bach keine Unterstützung. Richard Peterkin von der Karibik-Insel St. Lucia und Athletenvertreter Pengilly erlaubten sich kritische Worte, die unerwidert blieben.

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