https://www.faz.net/-hfn-aebvz

Transgender-Frau bei Olympia : Ist das fair?

Laurel Hubbard unter „dem Druck einer Welt, die nicht wirklich für Menschen wie mich gemacht ist“. Bild: AP

Gewichtheberin Laurel Hubbard aus Neuseeland ist die erste Transgender-Frau bei Olympia. In Tokio steht sie im Fokus. Eine Regelung, die allen Aspekten gerecht wird, sucht das IOC noch.

          4 Min.

          Es wird sich nicht verhindern lassen: An diesem Montag werden die Augen der Sportwelt sich auf das Gewichtheben richten. Auf diese vertrackte Sportart, die aufgrund ihrer zahlreichen Skandale bei den Spielen in Tokio eigentlich nur noch ein Schattendasein führt. Doch nun wird eine Superschwergewichtlerin die Heberbühne betreten, die schon dadurch weltweites Aufsehen erregt, dass es sie überhaupt gibt: Laurel Hubbard aus Neuseeland, die erste offen lebende Transgender-Frau, die bei Olympischen Spielen zu einem Wettkampf antritt.

          Evi Simeoni
          Sportredakteurin.

          Die Aufmerksamkeit ist eigentlich zu viel für sie, die 43 Jahre alte Stemmerin gibt deshalb schon lange keine Interviews mehr. Und das Neuseeländische Olympische Komitee hat sich bemüht, sie auf die Situation vorzubereiten, dass die Leute sie mit ganz anderen Blicken anschauen werden als andere Sportlerinnen. Neugierig, vielleicht forschend, vielleicht kritisch, vielleicht sensationsgierig. Sieht man es? Was signalisiert uns die hohe Stirn? Der massive Körperbau?

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Gemischte Gefühle bei der Rückkehr nach Deutschland.

          Fußball-Weltmeister Özil : Diese Wunde schließt sich nicht

          Mesut Özils Rückkehr ist bedrückend. „Scheiß-Türken“, heißt es von der Tribüne beim Spiel von Fenerbahce Istanbul gegen die Eintracht. Am Tag danach macht er deutlich: Sein Platz ist jetzt anderswo.
          Der französische Präsident Emmanuel Macron inspiziert im Juli 2019 im Hafen von Cherbourg das atomgetriebene U-Boot „Suffren“.

          U-Boot-Deal : Frankreich fühlt sich hintergangen

          Zwischen Paris und Washington knirscht es gewaltig: Frankreich ist wegen des U-Boots-Deals der Vereinigten Staaten mit Australien erbost. US-Außenminister Blinken versuchte die Wogen in Paris zu glätten – erfolglos.
          Der Betrieb hält sich in Grenzen: ein Blick ins fast leere Impfzentrum Sachsen (Dresden)

          Geringe Quoten im Osten : Impfen? Nicht mit mir!

          In Ostdeutschland sind die Corona-Impfquoten auffallend niedrig. Was ist der Grund dafür? Ein Soziologe sieht den Widerstand gegen die Spritze als Teil der grundlegenden Protesthaltung gegenüber der Regierung.