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Gedenken an Opfer von 1972 : Olympischer Moment der Besinnung

  • -Aktualisiert am

Die israelische Olympiamannschaft bei der Eröffnungsfeier in Tokio Bild: Reuters

In Tokio wird erstmals der Opfer des Attentats von 1972 gedacht. Das kann erst der Anfang einer überfälligen Positionierung des Weltsports gegen die Alltagsdiskriminierungen von Israelis sein.

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          Vielleicht ist der bewegendste Moment der Eröffnungsfeier von Tokio untergegangen, weil er in aller Stille zelebriert wurde, als das Dröhnen und Trommeln im Olympiastadion für einen Moment des Gedenkens heruntergedimmt wurde. Die weite Welt hatte in diesem Augenblick ein Ohr für die Proteste von Demonstranten gegen die Sommerspiele in Japan außerhalb der Feierzone. Man hört, was man hören will. Und nimmt nicht mehr wahr, was nicht vorstellbar schien: dass zwei Witwen doch noch erhört werden.

          Ankie Spitzer und Ilana Romano haben fast ein halbes Jahrhundert darum gekämpft, den Opfern des Attentats der palästinensischen Terrorgruppe „Schwarzer September“ während der Sommerspiele 1972 in München einen würdigen Platz im öffentlichen Gedenken der olympischen Familie zu verschaffen. Elf aus der israelischen Olympia-Mannschaft kamen bei der missglückten Befreiung ums Leben. Auch die Männer von Spitzer und Romano, der Fechttrainer André Spitzer und der Gewichtheber Yossef Romano.

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