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Das verbotene T-Wort : Ovtcharov zwischen den Fronten der Geopolitik

Dimitrij Ovtcharov bei den Olympischen Spielen in Tokio Bild: AP

Nach dem Viertelfinalsieg des Teamwettbewerbs setzt Dimitrij Ovtcharov einen Tweet ab. Das bereut der deutsche Tischtennisspieler offenbar schnell und löscht das Wort Taiwan. Was steckt dahinter?

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          Ein Wort auf Twitter reichte aus, schon fand sich der deutsche Tischtennisprofi Dimitrij Ovtcharov vergangene Woche zwischen den Fronten eines geopolitischen Konflikts wieder. Das heikle Wort lautete: Taiwan. Nach dem Erfolg im Viertelfinale des Teamwettbewerbs hatte Ovtcharov geschrieben: „Im Halbfinale nach einem schweren Sieg gegen Taiwan.“

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.
          Christopher Meltzer
          Sportkorrespondent in München.

          Das bereute er offenbar schnell, denn kurze Zeit später löschte er das Wort Taiwan und schrieb stattdessen „nach einem schweren Sieg heute“. In China wurde ihm das hoch angerechnet. Nationalisten prahlten im Internet, jedermann wisse, dass Taiwan zu China gehöre. Taiwanische Fans zeigten sich dagegen enttäuscht von der Selbstzensur des Deutschen.

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