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Deutschlands Olympia-Bewerbung : „Wir haben es gut gemacht“

Eine weitere Bewerbung gescheitert: wieder keine Olympischen Spiele in Deutschland. Bild: dpa

Sieben gescheiterte Bewerbungen werfen die Frage auf: Was muss getan werden, um Olympia nach Deutschland zu holen? DOSB und BMI sonnen sich im Sportausschuss in ihren Erfolgen.

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          Innenministerium und Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) haben betont, dass die Nationale Strategie für Sportgroßveranstaltungen nicht in erster Linie auf Olympische Spiele zielt und nicht mit dem Scheitern bei inzwischen sieben Olympiabewerbungen begründet wird. „Wir haben es gut gemacht, und wir wollen es noch besser machen“, behauptete DOSB-Vizepräsident Kaweh Niroomand bei einer öffentlichen Anhörung des Sportausschusses des Deutschen Bundestages am Mittwoch in Berlin: „Was müssen wir tun, um Olympische Spiele nach Deutschland zu holen – das wäre ein völlig anderer Auftrag gewesen.“

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Er und Stephan Mayer (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär im Innenministerium, verwiesen darauf, dass Deutschland bei der Zahl von Sportgroßveranstaltungen allein von Kanada übertroffen werde. Beide bestätigten, dass es keine wissenschaftliche, „keine großartige Analyse“, wie Niroomand sagte, der erfolglosen Olympiabewerbungen seit Berchtesgaden 1992 gebe. In den 15 Monaten der Erarbeitung der Strategie sei aber viel Expertise hinzugezogen worden.

          Das Ministerium teilte mit, dass die Unternehmen Strategy& und Proprojekt 2020 für Beratungsleistungen 873.000 Euro Honorar erhalten hätten. Aus der von Gutachtern kritisierten Strategie soll bis Ende 2021 ein Umsetzungskonzept entstehen; ein Dezernat für Großveranstaltungen ist in der Abteilung Sport des Ministeriums geschaffen. Mayer bekannte sich dazu, „mehr Mittel“ zur Verfügung zu stellen, um die Strategie mit Leben erfüllen und eine zentrale Anlaufstelle schaffen zu können.

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