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Spiele 2016 in Rio : Paralympics in schwerer Krise

Sir Philip Craven plädiert an die brasilianischen Behörden. Bild: Picture-Alliance

Das Budget für die Paralympischen Spiele 2016 in Rio wird nochmal erheblich zusammengestrichen, um die Veranstaltung zu retten. Und die Zeit wird immer knapper für die Organisatoren.

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          Die Organisatoren der Paralympischen Spiele haben das Budget der Veranstaltung ein weiteres Mal erheblich zusammengestrichen, um die Austragung zu sichern. Sir Philip Craven, der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) sagte am Freitag, die paralympischen Spiele „befinden sich in ihrer schwierigsten Phase ihre 56-jährigen Historie“. Nie zuvor hätten paralympische Spiele unter ähnlichen Bedingungen stattgefunden.

          Er verlangte von den brasilianischen Behörden, dass zugesagte Mittel „heute, morgen oder am Montag“ auf dem Konto landeten, damit sie an die nationalen paralympischen Komitees weitergereicht werden, die sie nötig haben, um anreisen zu können. „Es hätte am 29. Juli überwiesen sein sollen“, sagte Craven. Priorität habe nun, Möglichkeiten zu erarbeiten, jene rund zehn Teams die Reise zu ermöglichen, die ansonsten die Spiele verpassen könnten. Rio de Janeiros Bürgermeister hat zugesagt, die Spiele mit weiteren 150 Millionen brasilianischen Reais zu unterstützen.

          Ein Verwaltungsgericht in Rio de Janeiro hat bislang die Freigabe verweigert. Xavier Gonzalez, der Generaldirektor des IPC an, kündigte an, dass die Zahl der Mitarbeiter, des Transportangebots, der Medienzentren und eines Teils der Zuschauerränge in den Stadien gekürzt werde. Zudem werde das Fechtzentrum nicht genutzt, der Wettbewerb werde in einer der Hallen im Olympiapark ausgetragen werden. Das Programm der Schützen und Reiter werden weiterhin in Deodoro stattfinden, allerdings werde der Olympiapark dort geschlossen.

          Andrew Parsons, der Vorsitzende des brasilianischen paralympischen Komitees sagte, er „bitte die Brasilianer nicht, die Spiele zu besuchen, ich rufe sie herbei“. Bislang sind erst 12,5 Prozent der 2,4 Millionen Eintrittskarten verkauft worden. Parsons garantierte, dass alle 22 vorgesehen Sportarten ausgetragen würden. Craven sagte, er sei sehr zuversichtlich, dass eine „erhebliche Anzahl Zuschauer“ die Spiele besuchen würde. Er sagte allerdings: „Wir müssen mehr Karten verkaufen und wir müssen die vollständiger Beteiligung aller Nationen haben.“ Gonzalez widersprach der Darstellung, dass die Organisatoren der Olympischen Spiele sich beim für die Paralympics vorgesehenen Budget bedient hätten. Es habe nur ein gemeinsames Budget gegeben, so Gonzalez.

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