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Schwimmen bei Olympia : Rule Britannia

Medaillen bitte, wir sind Briten: Adam Peaty stürzt sich in die Fluten Bild: AP

Adam Peaty macht die Schotten hoch: Tom Dean gewinnt als erster Brite seit Henry Taylor 1908 Freistil-Gold. Und Duncan Scott legt noch Silber dazu. Team GB surft auf einer Erfolgswelle.

          4 Min.

          England im Januar, im Februar kann ein Ort recht betrüblicher Gedanken sein, „quite miserable“, wie der Brite sagt, ergänzt, je nach Temperatur, Wasserstand und Windrichtung, um den ein oder anderen Kraftausdruck. Da macht auch und gerade die Grafschaft Somerset keine Ausnahme, ohnehin ja ein Ort großer Gefühle in jeder Richtung, zu erleben im Jane Austen Centre im schönen Bath. Doch im Januar, Februar, hatte Tom Dean, 21 Jahre alt, allenfalls Zeit, Jane Austens Werk zu lesen.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Nichts ging, weder draußen noch im British National Swimming Centre. Draußen vor den Toren der alten Römerstadt, an der Universität Bath, trainiert Tom Dean. Wenn er nicht in Quarantäne sitzt, wie im Januar, Februar. Covid-19, seine zweite Infektion. „Sie war viel schlimmer als die erste“, erzählte Dean am Dienstag in Tokio. Er sei „quite ill“, ziemlich krank gewesen, „für zehn Tage“. „Einfach drinnen gefangen, das war schwierig zu akzeptieren zu Beginn eines Olympiajahrs. Es war nicht lebensbedrohlich, ich bin jung, fit und generell gesund, ich habe mir nicht die Mega-Sorgen gemacht. Aber wenn du einen Sport treibst, der so von der Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems abhängig ist, wenn du üblicherweise neun, zehn Einheiten in der Woche machst, dann hängen doch ein paar Fragezeichen in der Luft.“

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