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Aufruhr im Schwimmen : Zurück im Doping-Sumpf

Ein müdes Lächeln? Ryan Murphy (rechts) musste sich Jewgeni Rylow (links) im Rennen über 200 Meter Rücken geschlagen geben. Bild: dpa

Ryan Murphy wird von Jewgeni Rylow geschlagen. Der Amerikaner spricht im Anschluss von einem Rennen, das „wahrscheinlich nicht sauber“ war – und wird vom Olympischen Komitee Russlands als Verlierer verhöhnt.

          5 Min.

          Das Ding aus dem Sumpf, im Original „Swamp Thing“, ist eine amerikanische Comicverfilmung aus dem Horrorgenre der Achtziger, Regie Wes Craven. Lief ganz gut. Und was gut läuft an der Kinokasse, bekommt eine Fortsetzung, ein Sequel. Also gab es ein paar Jahre später „The Return of the Swamp Thing“, in deutschen Kinos als „Das grüne Ding aus dem Sumpf“ unter die Leute gebracht. Lief weniger gut, damit hatte es sein Bewenden. In Tokio gab es am Freitag ein Sequel der amerikanischen Schwimmer, mit dem in diesem Moment wohl niemand so recht gerechnet hatte, mit dem man aber hätte rechnen müssen. Denn das Ding, das es zu sehen gab, das kam aus dem Sumpf. Die Regie führte Ryan Murphy, Rückenschwimmer.

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Murphy war als einer der Favoriten über die 200-Meter-Rücken-Strecke angetreten und hatte verloren. Jewgeni Michailowitsch Rylow hatte ihn abgehängt, um 88 Hundertstelsekunden. 1:53,27 Minuten brauchte der Russe, nie war jemand schneller bei Olympischen Spielen. Bei der Siegerehrung erklang Tschaikowskys 1. Klavierkonzert, einst uraufgeführt in den Vereinigten Staaten, wunderbarer Ausweis der großen Kunst des großen Russen. Dass es in Tokio gespielt wird, wann immer Rylow oder seine Landsleute einen Wettkampf gewinnen, hat allerdings mit dem Sumpf zu tun.

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