https://www.faz.net/-gtl-adxp4

Namibische Ruderin Diekmann : Aus dem Wüstenland aufs Wasser

  • -Aktualisiert am

Sitzt mittlerweile sicher im Einer: Maike Diekmann Bild: Bruce Viaene

Als allererste Ruderin überhaupt reist Maike Diekmann für Namibia zu den Olympischen Spielen. Die 27-Jährige hat Medaillenchancen – aber auch ohne Edelmetall wird sie in der Heimat bejubelt.

          3 Min.

          Als Maike Diekmann in der namibischen Stadt Otjiwarongo geboren wurde, schrieb ein Sportler aus ihrem Heimatland Geschichte. In Stuttgart wurde Frankie Fredericks Weltmeister im Sprint, er gewann international etliche Medaillen; sein Hallenweltrekord über 200 Meter ist bis heute ungebrochen. Knapp 27 Jahre sind seitdem vergangen. Nun schreibt Diekmann selbst Geschichte: Als erste Ruderin überhaupt wird sie Namibia bei den Olympischen Spielen vertreten. Am Freitag, dem Tag der Eröffnungsfeier in Tokio, geht für sie mit dem Einer-Vorlauf die Regatta los.

          F.A.Z. Newsletter Sport

          Mo. – Fr. um 16.00 Uhr; Sa. – So. um 18.00 Uhr

          ANMELDEN

          Maike Diekmann, braune Haare, breites Lächeln, ist auf einer Farm im Norden des Wüstenlandes aufgewachsen. Ursprünglich stammt ihre Familie aus Deutschland. Ihre Urgroßeltern waren nach Namibia ausgewandert. Diekmann selbst kennt das Leben nicht anders. Ihre Kindheit und Jugend, das waren lange Wochentage im Internat und viel zu kurze Wochenenden auf der Farm, mit ihrer Familie und ihren Pferden. Was für ein Privileg es war, mit all dieser Freiheit und Natur aufzuwachsen, habe sie erst fernab ihrer Heimat gemerkt. „Es war ein absoluter Traum“, sagt sie rückblickend.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Flutwarnung in Ahrweiler : Warum wurde nicht evakuiert?

          Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die Verantwortlichen im Kreis Ahrweiler früher gehandelt hätten. Der rheinland-pfälzische Innenminister verspricht, den Katastrophen-Abend aufzuklären.
          Raus mit dem giftigen Schlamm: In diesem Hotel in Altenahr packen Freiwillige vom Helfer-Shuttle und Bundeswehrsoldaten gemeinsam an.

          Als Helfer im Flutgebiet : Wer hier war, findet keine Ruhe mehr

          Keller trocken legen, Müll wegschaffen und immer dieser Schlamm: Anstatt in den Urlaub zu fahren, ist unser Autor ins Ahrtal gereist. Freiwillige Helfer werden dort nach wie vor gebraucht. Aber es gibt auch Spannungen – mit der Polizei.