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Thomas Bach und Corona : Der IOC-Präsident gibt ein erschütterndes Bild ab

Verbundenheit durch Emotionen? IOC-Präsident Thomas Bach inmitten der Corona-Krise Bild: Reuters

Thomas Bach ist ein begnadeter Sportfunktionär – und der mächtigste der Welt. Wenn Krisen von außerhalb den olympischen Suppentopf erreichen, zeigt sich Bachs Maß. So auch mitten in der Corona-Pandemie.

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          Thomas Bach stand im Olympischen Hain. Es sah aus wie immer. Griechenland, Peloponnes, Olympia am Donnerstag: Das Internationale Olympische Komitee ließ das olympische Feuer entzünden und schickte den Fackellauf für die Spiele in Tokio auf die Reise. Das IOC hat Gefallen gefunden daran, seit in dunkelsten Zeiten die Nationalsozialisten die pesudoreligiöse, pagan-historisierende Veranstaltung ihren Spielen von Berlin 1936 vorschalteten. Alles wie immer im olympischen Showgeschäft? Das IOC wollte eine andere Botschaft senden, das zeigten schon die Kamerafahrten: Keine Zuschauer. Die Stühle auf Abstand gestellt. Mancher leere Platz. Sicherheit geht vor, Schutz vor dem Coronavirus.

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          Christoph Becker
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          Dann sprach Bach. Und er klang – wie immer. Dank an den Freund vom hellenischen olympischen Komitee, den er vergangenes Jahr zum IOC-Mitglied gemacht hatte. Dank dafür, dass Spyros Capralos „diese Zeremonie unter schwierigen Umständen“ ermöglicht hatte. „Das zeigt einmal mehr unsere Verpflichtung auf den Erfolg der Olympischen Spiele Tokio 2020.“ Und dann die Kernbotschaft: Noch so viel Zeit. „19 Wochen vor der Eröffnungsfeier“, sagte Bach, „sind wir bestärkt in dieser Verpflichtung durch die vielen Behörden und Sportorganisationen in aller Welt, die so viele bedeutende Schritte unternehmen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.“

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