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Triathletin Lindemann : „Ich bin enttäuscht, das ist ärgerlich“

  • Aktualisiert am

Laura Lindemann ist enttäuscht im Ziel beim Triathlon in Tokio. Bild: dpa

Als Dritte der WM wollte Laura Lindemann auch bei Olympia eine Medaille. Doch die Triathletin kommt im abschließenden Lauf in Tokio einfach nicht in die Gänge. Die Enttäuschung ist sichtbar.

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          Laura Lindemann holte im Schatten der berühmten Regenbogenbrücke einmal tief Luft und gratulierte mit noch leicht enttäuschter Miene Bermudas erster Olympiasiegerin. Die Potsdamerin war beim Sieg von Flora Duffy im olympischen Triathlon von Tokio letztlich auf Platz acht gelandet, dabei war die erträumte Medaille vor dem abschließenden Lauf zum Greifen nah.

          „Natürlich bin ich erst einmal enttäuscht, denn so eine Ausgangslage nicht zu nutzen, ist natürlich ärgerlich“, sagte Lindemann. Nach 1,5 Kilometern Schwimmen und 40 Kilometern auf dem Rad lag die 25-Jährige mit der späteren Dritten Katie Zaferes (USA) gleichauf in Führung. Doch eine enorme Tempoverschärfung von Duffy auf dem ersten von zehn Kilometern erwischte Lindemann im völlig verregneten Odaiba Marine Park kalt.

          „Ich hatte so ein gutes Schwimmen wie noch nie und bin in der Gruppe geblieben auf dem Rad, obwohl es echt hart war“, sagte die WM-Dritte. „Dass Duffy so hart angegangen ist, kam ein wenig plötzlich. Aber darauf muss man eben reagieren und das konnte ich nicht. Ich konnte einfach gar nicht an mein Limit gehen.“

          Wetter anders als erwartet

          Als schließlich die spätere Silber-Gewinnerin Georgia Taylor-Brown Lindemann auf Platz vier verdrängte, wurde es auch mental hart. In der vorletzten der vier Laufrunden brach sie ein und beendete das wegen der starken Regenfälle eine Viertelstunde später gestartete Rennen schließlich 2:48 Minuten hinter Duffy. Die zweite deutsche Starterin Anabel Knoll aus Ingolstadt belegte mit 9:09 Minuten Rückstand Rang 31.

          In ihrem letzten Trainingslager hatte Lindemann eigens in einem Zelt die schwül-heißen Bedingungen von Tokio simuliert. Am Wettkampftag in Japan zeigte sich das Wetter jedoch von einer komplett anderen Seite. Dauerregen, Wind und ertragbare Temperaturen prägten den Morgen. Weil sich das Wasser im Zielbereich jedoch staute, musste der für 6.30 Uhr Ortszeit geplante Start verschoben werden.

          Gestört hat das Lindemann jedoch nicht. „Das hat das Ganze eher entspannter gemacht. Alle hatten die gleichen Bedingungen und es war auf der Radstrecke auch nicht wirklich glatt“, sagte Lindemann. Mit ihrem Trainer will sie ihre Leistung nun analysieren. „Ich denke, danach werde ich wieder besser drauf und stolz auf meine Leistung sein.“ Zumal in der Mixed-Staffel am Samstag noch eine Mini-Chance auf eine Medaille vorhanden ist.

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