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Im Finale am Schwebebalken : Simone Biles kehrt zurück auf die Olympia-Bühne

  • Aktualisiert am

Nachdem sie mehrere Wettkämpfe in Tokio aussetzte, kehrt Simone Biles (Mitte) beim Finale am Schwebebalken am Dienstag auf die Olympia-Bühne zurück. Bild: AFP

Wegen mentaler Probleme hatte Simone Biles zuletzt bei mehreren Wettkämpfen in Tokio ausgesetzt. Beim Finale am Schwebebalken geht der amerikanische Turn-Superstar am Dienstag aber wieder an den Start.

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          US-Turnerin Simone Biles kehrt bei den Olympischen Spielen nach einer Pause wegen gesundheitlicher Probleme auf die Turn-Bühne und damit in den Fokus der Öffentlichkeit zurück. Die 24-Jährige bestätigte am Montag ihre Teilnahme am Schwebebalken-Finale am Dienstag (10.50 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, im ZDF und auf Eurosport). „Wir freuen uns sehr, dass wir mitteilen können, dass wir morgen zwei US-Athletinnen im Finale am Schwebebalken sehen werden – Sunisa Lee UND Simone Biles“, schrieb der US-Turnverband auf Twitter. Sunisa Lee hatte im Ariake Gymnastics Center als Nachfolgerin von Biles Mehrkampf-Gold gewonnen.

          Das Schwebebalken-Finale zum Abschluss der Frauen-Wettbewerbe ist erst der zweite Auftritt von Biles im Medaillenkampf bei den Spielen in Tokio. Zuvor hatte die viermalige Olympiasiegerin von Rio de Janeiro wegen mentaler Probleme auf die Entscheidungen im Mehrkampf, am Boden, am Stufenbarren und im Sprung verzichtet. Den Mannschaftswettkampf hatte die 19-malige Weltmeisterin nach nur einem Gerät abgebrochen und danach ihre psychischen Probleme öffentlich gemacht, wofür sie weltweit viel Zuspruch bekommen hatte.

          „Ich sage, die mentale Gesundheit steht an erster Stelle. Daher ist es manchmal in Ordnung, die großen Wettbewerbe sogar auszusitzen, um sich auf sich selbst zu konzentrieren. Es zeigt, wie stark du als Wettkämpfer und Person wirklich bist anstatt sich einfach durchzukämpfen“, hatte Biles gesagt und vom „Kampf gegen Dämonen“ vor dem Wettkampf gesprochen.

          Körper und Geist seien derzeit nicht im Einklang, hatte sie berichtet und in der teilweise in Frage/Antwort-Form verfassten Story bei Instagram über sogenannte „Twisties“ geschrieben. So werden in den USA mentale Blockaden im Turnen genannt. Vor der Reise nach Tokio habe sie keine Probleme gehabt. Diese hätten erst nach der Qualifikation begonnen.

          Schon in der Ausscheidung hatte die 1,42 Meter große Turnerin unerwartete Schwächen gezeigt, aber dennoch fünf Finals erreicht. Am Schwebebalken hatte sie 14,066 Punkte erreicht – damit geht Biles im Finale als Vierte der acht besten Turnerinnen an den Start. Beste der Qualifikation war die Chinesin Guan Chenchen mit 14,933 Punkten. Vor fünf Jahren in Rio hatte Biles mit der Mannschaft, im Mehrkampf, am Boden und im Sprung Gold gewonnen und am Schwebebalken Platz drei belegt.

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