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Das war die Nacht in Tokio : Spieler trägt auch auf dem Feld eine Maske

  • Aktualisiert am

Lucas Saatkamp versucht sich auch auf dem Spielfeld zu schützen. Bild: AP

Zum Auftakt des sechsten Tages bei Olympia gibt es die erste deutsche Medaille. Für einige Athleten ist bei den Spielen aber auch schneller Schluss als erhofft. Zudem meldet sich Simone Biles zu Wort.

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          Der sechste Entscheidungs-Tag bei den Olympischen Spielen in Tokio hat für das deutsche Team zwiespältig begonnen. Die Ruderer Jonathan Rommelmann und Jason Osborne holten Silber, ihr Teamkollege und Gold-Favorit Oliver Zeidler verpasst hingegen sehr überraschend das Finale. Auch bei den Schwimmern gab es am Donnerstag nicht die erhofften Ergebnisse.

          Rudern I: Jonathan Rommelmann und Jason Osborne haben als erste deutsche Leichtgewichts-Ruderer eine olympische Medaille gewonnen. Das Duo aus Krefeld und Mainz musste sich auf dem Sea Forest Waterway nur knapp Irland geschlagen geben und holte die Silbermedaille. Bronze ging an das italienische Boot. Seit der Olympia-Premiere 1996 in Atlanta war es noch keinem deutschen Doppel-Zweier bei den Männern gelungen, die Medaillenränge zu erreichen.

          Rudern II: Gold-Favorit Oliver Zeidler steht überraschend nicht im Einer-Finale. Der 25-Jährige vom Donau-Ruder-Club Ingolstadt wurde in seinem Halbfinale nur Vierter. Um in den Endlauf am Freitag (2.42 Uhr MESZ) einzuziehen, hätte der Welt- und Europameister mindestens Dritter werden müssen. Bei seinem Lauf fehlten Zeidler 0,6 Sekunden auf den dritten Rang. Im letzten Teil der Strecke konnte er mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten und verlor Meter um Meter. Zeidler darf nun lediglich im B-Finale antreten.

          Schwimmen I: Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock hat die zweite Medaille für die deutschen Beckenschwimmer knapp verpasst. Der 23-Jährige belegte über 800 Meter Freistil den vierten Platz. In 7:42,68 Minuten kam Wellbrock nicht an seine deutsche Rekordzeit von 7:41,77 Minuten aus dem Vorlauf heran. Gold sicherte sich der Amerikaner Robert Finke. Silber holte Gregorio Paltrinieri aus Italien, Bronze ging an den Ukrainer Michailo Romantschuk.

          Schwimmen II: Philip Heintz hat das Finale über 200 Meter Lagen verpasst. Der 30-Jährige schlug nach 1:58,13 Minuten an und war damit Siebter in seinem Halbfinale. Schnellster war Wang Shun aus China mit einer Zeit von 1:56,22 Minuten. Jacob Heidtmann war trotz persönlicher Bestzeit im Vorlauf am Vortag ausgeschieden. Für Heintz sind es die letzten Olympischen Spiele der Karriere. Er war schon in London 2012 und 2016 dabei.

          Schwimmen III: Die deutsche Freistil-Staffel der Frauen über 4 x 200 Meter hat den sechsten Platz belegt. Isabel Gose, Leonie Kullmann, Marie Pietruschka und Annika Bruhn schlugen nach 7:53,89 Minuten an. Den Sieg sicherte sich das Quartett aus China in der Weltrekordzeit von 7:40,33 Minuten. Silber holten die USA in 7:40,73, Bronze ging an Australien in 7:41,29.

          Corona: Parallel zu den stark steigenden Corona-Zahlen in Tokio ist auch bei den Olympischen Spielen ein neuer Tages-Höchstwert an positiven Fällen registriert worden. Insgesamt 24 weitere Personen sind im Umfeld der Spiele positiv getestet worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele bekannt. So viele Fälle sind seit Beginn der Erfassung am 1. Juli noch nicht an einem Tag verzeichnet worden. Unter den Positivfällen sind auch drei Athleten. Die Namen der Sportler werden von den Organisatoren nicht veröffentlicht.

          Später wurde bekannt, dass auch der amerikanische Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks unter ihnen ist. Damit fällt der Olympia-Dritte von Rio für die Leichtathletik-Wettbewerbe aus. Das teilte das US-Team mit. Kendricks sei ein Leistungsträger des US-Teams, seine Anwesenheit werde fehlen, schrieb das Team USA auf Twitter. Der 28-Jährige wurde ins Quarantäne-Hotel von Tokio gebracht, wo sich derzeit auch der ebenfalls positiv getestete deutsche Radprofi Simon Geschke befindet. Zudem wurden mehrere Mitglieder des australischen Teams offenbar als Kontaktpersonen von Kendricks vorerst in Isolation geschickt. Die betroffenen australischen Leichtathleten verbleiben „als Vorsichtsmaßnahme“ auf ihren Zimmern, teilte der nationale Verband mit.

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